Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

3 in 1: Crazy Ex-Girlfriend, Eine Reihe betrüblicher Ereignisse, Harold Fry

Es ist die letzten Tage verdammt kalt in Köln gewesen und seit der Sichtung von Westworld habe ich keine Serie finden können, die mich nur annähernd so sehr fesselt. Aber hey, ich hab’s versucht und daraus ergab sich die Sichtung zweier Serien, die mich dennoch unterhalten konnten.

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Crazy Ex-Girlfriend

Auf der Suche nach einer entspannten, unterhaltenden, jedoch nicht zu anspruchsvollen Serie bin ich bei Netflix auf Crazy Ex-Girlfriend gestoßen. In dem Dramedy-Format dreht sich alles um die Rechtsanwältin Rebecca Bunch (Rachel Bloom): Zwar talentiert, aber dennoch todunglücklich in ihrem Job, begegnet sie eines Tages ihrer Sommercamp-Liebe Josh Chan (Vincent Rodriguez III). Entschlossen, ihm und seinem Glück zu folgen, zieht sie also kurzerhand von New York nach West Covina – nur, um dort zu entdecken, dass Josh seit Jahren eine feste Freundin hat.

Die Sichtung von Crazy Ex-Girlfriend lohnt sich nur für diejenigen, die Musical-Formate mögen – denn insbesondere in der ersten Staffel wird viel gesungen und getanzt. Gottseidank handelt es sich dabei nicht um belanglose Schnulzen, sondern um knackige Songs mit wirklich innovativen, humorvollen Lyrics.

Auch sonst konnte mich die Serie um Rebecca Bunch unterhalten: Die Charaktere sind wunderbar individuell, die Konflikte untereinander werden hervorragend in Szene gesetzt. Allerdings hat mich die Storyline von Rebecca und Josh nur allzu oft gestört – auch die Beziehungsdramen um Figuren wie Greg und Valencia entsprangen zu sehr dem typischen Liebesfilm-Klischee. Nichtsdestotrotz bleibt Crazy Ex-Girlfriend eine unterhaltsame Serie für nebenbei.



Quelle: YouTube-Channel „Promo Vision“ (Stand: 27.01.2017)

Eine Reihe betrüblicher Ereignisse

Zu meinem Bedauern muss ich zugeben, dass ich weder die Buchreihe Eine Reihe betrüblicher Ereignisse gelesen noch den Film mit Jim Carrey zur Gänze gesehen habe. Dennoch habe ich mir – natürlich insbesondere aufgrund von Neil Patrick Harris‘ Verkörperung des Graf Olaf – die neue, gleichnamige Serie zu Gemüte geführt. Und siehe da: Die Story konnte mich absolut fesseln!

Dabei überzeugt jedoch nicht nur Harris in seiner humorvoll sarkastischen und gleichzeitig unheimlich fiesen Rolle. Auch die jungen Baudelaires werden von Malina Weissmann und Louis Hynes wunderbar dargestellt: Sie sind intelligent, begabt, clever und lassen sich im Gegensatz zu den Erwachsenen nicht so leicht an der Nase herumführen.

Oft genug hat mir die Serie trotz der bisher nur acht Episoden ein Gefühl von Mitleid und Sympathie für die Baudelaire-Kinder eingebrockt, die doch von Folge zu Folge um ihr Leben, ihren Verstand und ihr Vermögen kämpfen müssen. Dass sich immer wieder dennoch ein Funken Hoffnung, gepaart mit überraschend gut platziertem Humor, finden lässt, ist die Kunst der Serie.

Schon jetzt bin ich unheimlich gespannt auf die zweite Staffel, die hoffentlich ebenfalls einige spannende Twists und mehr Hoffnung für die Baudelaires bereithält.



Quelle: YouTube-Channel „Netflix US & Canada“ (Stand: 27.01.2017)

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Einer meiner vier Vorsätze für das Jahr 2017 war es, mir endlich wieder mehr Zeit zum Lesen zu nehmen. Und so habe ich vergangenen Sonntag nach einem langen Spaziergang durch die Kölner Altstadt tatsächlich das erste Mal seit langer Zeit wieder einfach nur auf der Couch gelegen und für fast zwei Stunden gelesen. Kein Druck ob liegengebliebener Aufgaben, kein Druck ob des Schreibens – einfach nur das Buch und ich.

Das hat es mir natürlich vereinfacht, Rachel Joyces Werk Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry in wenigen Wochen durchzulesen. Froh bin ich in jedem Fall, das Buch im Oktober auf einem Flohmarkt gefunden zu haben, denn schon in den ersten Kapiteln wächst die Figur des Harold Fry dem Leser ans Herz. Er folgt ihm auf seinem Weg, hört seiner Geschichte zu, hofft und bangt, dass die Pilgerreise gut ausgehen mag.

Zwar hatte das Buch für mich zwischenzeitlich einige Längen, da sich aufgrund von Erzählungen aus unterschiedlichen Sichtweisen diverse Szenen wiederholten, doch insgesamt hat mich die Story mitgenommen. Vor allem auf den letzten rund 50 Seiten konnte mich Rachel Joyce mit der Entwicklung der Ereignisse noch einmal fesseln und mir einen versöhnlichen Abschluss bieten.

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