Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

3 in 1: Die Entdeckung der Unendlichkeit, Vaiana, The OA

Ein frohes neues Jahr euch allen! Ich hoffe, ihr seid alle gut in 2017 gestartet und konntet Silvester einigermaßen genießen :)

Bei mir gibt’s dieses Mal weder einen Jahresrückblick noch einen Quartalsrückblick – das hat einerseits den Grund, dass ich in den vergangenen drei Monaten meine Sichtungen leider nicht komplett verschriftlicht habe und ich mich andererseits aktuell einfach nicht mit dem letzten Quartal beschäftigen möchte.

Aaaaaber stattdessen dürft ihr euch über Kurzreviews zu zwei Filmen und einer Serie freuen, die ich Ende Dezember noch kennenlernen durfte. Gerne hätte ich auch den neuen HBO-Knaller „Westworld“ besprochen, aber da fehlt mir noch eine Folge. Allen, die sich diese Serie allerdings noch nicht angesehen haben, möchte ich sehen: Zieht euch das rein! Die Story ist abgefahren, die Charaktere und ihre Schauspieler dahinter sind großartig und es gibt unheimlich spannende Twists.

Jetzt aber erst einmal zu den aktuellen Reviews!

Die Entdeckung der Unendlichkeit

Schon in den 5 BESTEN am DONNERSTAG hatte ich diesen Film erwähnt und mich über meinen neuen Liebling Eddie Redmayne gefreut. Und das nicht ohne Grund – immerhin hat der junge Schauspieler eine herausragende Performance abgeliefert. Seine Wandlung vom jungen, dynamischen zum vollständig gelähmten Wissenschaftler hat er beeindruckend darstellen können.

Doch nicht nur Redmayne hat die Lebensgeschichte von Stephen Hawking so wundervoll nacherzählen können; unterstützt wurde er dabei von großartigen Kollegen wie Felicity Jones, David Thewlis, Charlie Cox und Harry Lloyd.

Neben den wunderbar gewählten Schauspielern konnte auch die Erzählung selbst punkten. Der Humor war optimal verstreut, die Bilder teils tiefergreifend, teils brutal ehrlich und Hawkings Story… tja, die hat mich tatsächlich mehrere Male an den Rand eines Tränenausbruchs gebracht. Dass jemand trotz einer solchen Krankheit so viel Mut und so viel Durchhaltevermögen besitzt, dass er die Erkrankung überlebt und zu einem der weltweit berühmtesten Wissenschaftler wird – das hat mich sowohl absolut begeistert als auch tief gerührt. Ein Mann, der nicht aufgibt, der trotz allem, was ihm im Leben widerfahren ist, weiter für seine Träume gekämpft, hat einen solch ehrerbietigen Film voll und ganz verdient.



Quelle: YouTube-Channel „KinoCheck“ (Stand: 03.01.2017)

Vaiana

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich jedes Mal freue, wenn ein neuer Disney-Film angekündigt wird. Umso erfreuter war ich zu hören, dass der neue Streifen aus dem Hause Walt Disneys eine Hauptfigur besitzt, die sich fernab der europäischen Kultur befindet. Denn Vaiana beschäftigt sich mit der polynesischen Kultur und ihrer Mythologie – und die hat uns ein ganz besonderes Werk verschafft.

Denn während einige andere Disney-Prinzessinnen auf ihren Traumprinzen warten und mit Tieren singen, wird die quirlige Vaiana schon mit 16 Jahren zum Chief ihres Stammes gewählt. Schon früh muss sie Verantwortung übernehmen und tut dies ohne Widerrede – im Gegensatz zu ihrem Vater möchte sie jedoch die Seefahrt wieder in ihrem Stamm etablieren; denn es zieht sie ununterbrochen hinaus aufs Meer.

Es kommt natürlich, wie es kommen muss: Ganz allein begibt sich die junge Dame auf See, um eine Mission zu erfüllen, für die nur sie infrage kommt. Anders als bei anderen Disney-Filmen findet sie dabei allerdings nicht den Mann ihrer Träume. Stattdessen tritt sie diese Reise an, um ihr Volk vor einem Fluch zu retten. Sie beweist ihr Verantwortungsbewusstsein, während sie dem Zuschauer immer wieder vor Augen führt, wie tief sie mit der Natur und ihrer Umgebung verbunden ist.

Da Vaiana eine ganz andere Atmosphäre als die anderen Disney-Streifen ausstrahlt, gehört er für mich nicht wirklich in die Reihe der Prinzessinnen-Filme. Dennoch konnte mich das Werk auf einer ganz neuen Ebene abholen – einer Ebene, die sich nur zu leicht in die Realität übertragen lässt.

Das einzige Manko: wie immer der deutsche Gesang. Ich weiß nicht, ob es den Deutschen einfach schwer fällt, die Songs in unsere Sprache zu übersetzen oder ob sie es mit Absicht so schlecht machen. Aber die Lyrics haben mich zeitweise so sehr gestört, dass sie mich ein wenig aus meinem verträumten Erlebnis herausgezogen haben. Vielleicht ist es an der Zeit, die Songs einfach im Original zu belassen?

Quelle: YouTube-Channel „KinoCheck“ (Stand: 03.01.2017)

The OA

Die neue Download-Funktion von Netflix hat mir die weihnachtlichen Zugfahrten unheimlich versüßt – ein Tablet mit hervorragendem Akku hat dafür gesorgt, dass die fünfeinhalb Stunden relativ schnell vergangen sind. Sein Teil dazu beigetragen hat auch das brandneue Netflix-Original The OA. In der Mysteryserie von Brit Marling und Zal Batmanglij dreht sich alles um die junge Frau Prairie (von Brit Marling selbst gespielt): Nachdem sie sieben Jahre lang verschwunden war, macht sie mit einem Sprung aus schwindelerregender Höhe Schlagzeilen. Doch das ist längst nicht alles – war Prairie vor ihrem Verschwinden blind, kann sie nun völlig klar sehen.

Schon die erste Folge hat mich gereizt, der ganzen Geschichte von Prairie auf den Grund zu gehen. Warum war sie verschwunden? Wieso ist sie nicht mehr blind? Und was noch viel wichtiger ist: Warum konnte sie den Sprung überleben?

The OA konnte mich in den Bann ziehen und hat es geschafft, dass ich alle vorhandenen acht Folgen nur allzu schnell hinter mir hatte. Dabei sind es vor allem die Beziehungen der Charaktere untereinander, die mich faszinierten, die Entwicklungen der Figuren und manchmal auch ihre Rückschläge. Zu ignorieren sind allerdings nicht die teils durchaus bizarren Momente, in denen sich sicher so mancher Zuschauer gefragt hat, ob das die Drehbuchautoren wirklich ernst gemacht haben.

Zugeben muss ich, dass ich mit dem Ende nicht ganz abschließen konnte – vielleicht, weil ich es auch nicht vollständig verstanden habe. Doch eventuell war genau das von den Machern gewollt? Eine zweite Staffel kann ich mich hierbei nur schwer vorstellen.

Quelle: YouTube-Channel „Netflix US & Canada“ (Stand: 03.01.2017)

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