Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

2 in 1: Fantastic Beasts & Me Before You

Das mit der Regelmäßigkeit habe ich irgendwie doch noch nicht so drauf. Aber das hat auch eine positive Seite, denn aktuell bin ich viel unterwegs und erlebe etliche Dinge, die mich zumindest zeitweilig glücklich machen.
Zwei dieser Dinge sind – wie könnte es auch anders sein – zwei Filme, die ich Donnerstag und Freitag gesehen habe: Fantastic Beasts & Where To Find Them und Me Before You!

Fantastic Beasts & Where To Find Them

Als nerdiger Potterhead bin ich natürlich etwas spät dran, aber am Donnerstag kam ich endlich in den Genuss, den Streifen Fantastic Beasts & Where To Find Them zu sehen. Da ich vorab sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Film gehört hatte, hatte ich meine Erwartungen etwas heruntergeschraubt. Das wäre allerdings absolut nicht nötig gewesen, denn mich hat der zweistündige Streifen vollends begeistert!

Klar, das typische Hogwarts-Feeling, welches man als Harry-Potter-Fan erwartet, bleibt natürlich aus. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass hier auch eine völlig andere Story erzählt wird, die 65 Jahre vor der Harry-Potter-Handlung spielt.

Dennoch hat es der Fantasy-Streifen geschafft, mich voll und ganz in den Bann zu ziehen – das ist allen voran dem wunderbaren Eddie Redmayne zu verdanken, der seiner Rolle Newt Scamander das perfekte Leben eingehaucht hat. Es gab nicht wenige Szenen, in denen ich dachte „Jap, typischer Hufflepuff-Move!“. Gestört hat mich allerdings, dass Eddie in vielen Szenen relativ undeutlich gesprochen hat und es für mich vergleichsweise schwer war, ihn zu verstehen. Das konnte dieser allerdings mit seiner vertrottelt-charmanten Art und seiner verdammt coolen Frisur wieder wett machen.

Begeistert haben mich natürlich auch die fantastischen Tierwesen – allen voran der unheimlich niedliche Niffler und der kleine Bowtruckle, der ein wenig zu anhänglich war. Auch die restlichen Tierwesen wurden wunderbar dargestellt; mit CGI-Effekten konnte Fantastic Beasts in jedem Fall überzeugen. Insbesondere der Obscurus hat mich staunend zurückgelassen, da er angsteinflößend und wunderschön zugleich wirkte.

Die Story selbst wurde ebenfalls hervorragend erzählt. Einige Szenen waren natürlich absolut vorhersehbar; mit anderen wiederum habe ich nicht gerechnet – so haben mich beispielsweise die Enthüllungen bezüglich der Charaktere von Ezra Miller und Colin Farrell völlig überrascht. Besonders traurig gemacht haben mich einige Sekunden kurz vor dem Ende, die mein kleines Mädchenherz ein wenig haben bröckeln lassen. In jedem Fall aber freue ich mich unheimlich auf die bevorstehenden Fortsetzungen, denn ich möchte Newt Scamander auf seiner weiteren Reise unbedingt begleiten!

Quelle: YouTube-Channel „TheEllenShow“ (Stand: 04.12.2016)

Me Before You (Achtung: Spoiler!)

Auch bei Me Before You (auf Deutsch: „Ein ganzes halbes Jahr“) hatte ich so meine Bedenken. Immerhin habe ich vor etwa zweieinhalb Jahren das Buch gelesen und war hin und weg von der tragischen Geschichte, die sich zwischen Lou und Will abgespielt hatte. Doch auch hier kann ich mit Gewissheit sagen, dass mich auch die filmische Umsetzung begeistern konnte.

Ein Kritikpunkt, den ich in etlichen Rezensionen gelesen hatte, war, dass Emilia Clarke ihre Rolle als Louisa Clark viel zu überdreht dargestellt hätte – aber ganz genauso zeigt sich Lou auch im Buch. Sie ist nun mal ein leicht abgedrehtes Mädchen mit einem Hang zu einer ungewöhnlichen Kleidung. Und trotz allem zeigt sich deutlich, wie sich ihr Charakter im Laufe des Films verändert, wie er an den Gegebenheiten und Aufgaben wächst.

Als weiterer negativer Punkt wurde häufig die Tatsache angesprochen, dass Wills Entscheidung respektlos gegenüber Menschen mit körperlichen Behinderungen wäre. Ich glaube, diese Leute haben den Sinn des Films nicht ganz verstanden: Es geht noch immer darum, dass Will aus freiem Willen und ganz allein entscheiden kann, wie er mit seinem Leben verfährt – ohne, dass ihm andere Menschen in seine Entscheidungen hineinreden; ganz egal, wie wichtig ihm diese Personen sind. Er möchte glücklich sein und er hat dafür eben diese Wahl getroffen. Hätte er sich von Lou oder seinen Eltern beeinflussen lassen, hätte er sein Leben nicht aus eigener Kraft, sondern nur ihnen zuliebe weitergelebt. Das schmälert in keinster Weise das Leben von Personen mit körperlicher Behinderung, die für sich eben entschieden haben, ihr Leben so weiterzuführen und eben damit glücklich zu sein.

Mal abgesehen von diesen beiden Aspekten hat mir der Film rundum gefallen: Die Besetzung war hervorragend, da ich viele bekannte Gesichter sehen durfte – neben Emilia Clarke und Sam Claflin nämlich auch Charles Dance, Matthew Lewis, Brendan Coyle und Jenna Coleman. Darüber hinaus war das Setting absolut perfekt. Am liebsten wäre ich selbst in das herrliche Schloss eingezogen.

Quelle: YouTube-Channel „Movieclips Trailers“ (Stand: 04.12.2016)

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