Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

Harry Potter and the Cursed Child

Da läuft man eines schönen Tages durch Köln, kommt an einer großen Buchhandlung vorbei und betritt diese etwas zurückgehalten – weil man ganz genau weiß, in welchen Unsummen solch ein Besuch enden kann. Aber da ist es, darauf hat man gewartet: ein Buch zu einem Theaterstück, das man selbst nicht wird erleben können, weil eben jene Bühne einfach zu weit entfernt ist. Voll Vorfreude schnappt man sich also das Buch, blättert kurz darin herum und kauft es schließlich. Mit einem beflügelten Gefühl auf dem Heimweg schmeißt man sich bei Sonnenschein und wolkenlosem Himmel in den Gartenstuhl auf dem Balkon und beginnt, in die Geschichte Harry Potters einzutauchen.

Inhalt zu Harry Potter and the Cursed Child

Yayayayaaaay!

Yayayayaaaay!

In diesem Bühnenstück liegt der Fokus nicht vollständig auf Harry Potter selbst, sondern insbesondere auf einem seiner Kinder: Albus Severus Potter. Das Drehbuch beginnt mit dem Tag, an dem Albus zum ersten Mal den Hogwarts Express besteigt, um ein Schüler von Hogwarts zu werden. Doch schon vor Beginn seiner Zeit in der Zaubererschule ist er unsicher – vor allem deshalb, weil er glaubt, im Schatten seines berühmten Vaters zu stehen…

Harry Potter and the Cursed Child – Die Kritik

Natürlich war ich begeistert, als die wunderbare Neuigkeit veröffentlicht wurde, dass Harry Potter and the Cursed Child als Buch würde publiziert werden. Im gleichen Moment habe ich jedoch gelesen, dass J.K. Rowling nur zum Teil ihre Finger im Spiel hatte – denn das bedeutete, dass die Geschichte um unsere liebsten Hogwarts-Schüler auf ganz andere Weise würde erzählt werden.

Über Amazon und andere Seiten habe ich immer und immer wieder lesen müssen, dass die Story wie eine schlechte Fanfiction ist – und das verunsicherte mich: Sollte ich wirklich 20 Euro dafür ausgeben? Letztendlich habe ich genau das getan und ich bin froh darüber. Und ich stimme den Leuten zu: Die Handlung an sich klingt wie eine Fanfiction. Aber für mich wie eine clever durchdachte.

Fanfiction für unvoreingenommene Fans

Zwar spielen Harry, Ron, Hermine, Ginny und Draco noch immer eine wichtige Rolle; nicht zuletzt aufgrund ihrer Jobs, die einige Dinge in der Story erst ins Rollen bringen. Viel wichtiger jedoch sind Albus Severus Potter und Scorpius Malfoy – zwei Kinder, die aus Familien stammen, welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Und genau das sorgt die ganze Handlung über für Spannung.

Doch das ist längst nicht alles. Klar, Leser haben es fast ausschließlich mit Dialogen zu tun. Und das macht es für die Schaffer schwieriger, eine Atmosphäre zu schaffen, die den sieben anderen Harry-Potter-Büchern ähnelt. Leser sollten hierbei aber bedenken, dass das Ganze auf einer Bühne dargestellt wird – und einfach versuchen, sich genau das vorzustellen. Es handelt sich hierbei natürlich keineswegs um einen vollwertigen Roman, sondern eben um ein Drehbuch.

via GIPHY

Die kindlichen Charaktere

Insbesondere Scorpius Malfoy ist mir über die 330 Seiten richtig ans Herz gewachsen – der junge Kerl ist intelligent, clever, nicht auf den Mund gefallen und dennoch äußerst freundlich. Und das, obwohl ein düsteres Gerücht ihn auf Schritt und Tritt verfolgt. Hinzu kommt Albus Potter: der Junge, der Tag für Tag mit Vorurteilen zu kämpfen hat, weil jeder aufgrund seiner Abstammung große Dinge von ihm erwarten.

Doch auch die Erwachsenen finde ich hervorragend gestaltet – der Leser spürt, dass die geliebten Protagonisten der Harry-Potter-Reihe das Erwachsenenleben nicht immer so sehr meistern, wie sie es gern wünschten. Auch erkennt er einige Charakterentwicklungen, die sich vor allem bei Draco und Hermine zeigen.

Mehr kann ich zu der Geschichte leider nicht preisgeben, da ich euch sonst zu viel verraten würde – ich freue mich aber auf Diskussionen mit denen, die ebenfalls schon in den Genuss der neuen Harry-Potter-Story gekommen sind!

Fazit zu Harry Potter and the Cursed Child

Niemand sollte erwarten, dass dieses Drehbuch genau die gleiche Qualität und Ausdrucksweise an den Tag legt wie die anderen Harry-Potter-Werke. Dennoch bietet Harry Potter and the Cursed Child eine spannende Geschichte, die von Freundschaft und Familienzusammenhalt erzählt – und das klingt doch wieder komplett nach den Geschichten von J.K. Rowling, nicht wahr?

« »

© 2017 Pieces of Emotion. Theme by Anders Norén.

%d Bloggern gefällt das: