Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

Stranger Things: Wenn Horror und 80er Jahre perfekt harmonieren

Eigentlich habe ich ja mit Friends und Parenthood alle Hände voll zu tun. Aber in den letzten Tagen wurde an allen Ecken und Enden über die neue Netflix-Original-Serie Stranger Things geredet – und ich konnte diesem Drang einfach nicht mehr widerstehen. Aber wir könnte ich auch anders bei einem atemberaubend spannenden Trailer und lediglich acht Episoden?

Inhalt von Stranger Things

Winter 1983: Nach einem spaßigen Tag mit seinen Freunden verschwindet der Junge Will Byers (Noah Schnapp) auf dem abendlichen Heimweg. Seine Mutter Joyce (Winona Ryder) und sein älterer Bruder Jonathan (Charlie Heaton) setzen alles daran, ihn wiederzufinden – auch wenn sie dabei weder von der Polizei noch von anderen Personen viel Unterstützung erhalten. Auch seine drei besten Freunde Mike (Finn Wolfhard), Dustin (Gaten Matarazzo) und Lucas (Caleb McLaughlin) machen sich auf die Suche nach Will. Dabei entdecken sie, dass nicht alle Monster nur in gruseligen Geschichten existieren…

Quelle: YouTube-Channel „Netflix US & Canada“ (Stand: 18.08.2016)

Stranger Things – Die Kritik

Zu Anfang habe ich mich ja absolut nicht getraut, die Serie zu sehen – immerhin handelt es sich um ein Horrorformat, bei dem ich vermutlich tagelang nicht ohne Licht schlafen könnte. Die Lösung: einfach bei Tageslicht und/oder in Gesellschaft gucken! Der Spannung hat es jedenfalls absolut nicht geschadet.

80er Jahre und Horror – passt das?

Diese Kombination funktioniert einwandfrei – denn immerhin haben uns die 1980er Jahre Klassiker wie „Es“, „Poltergeist“ oder „Shining“ geschenkt. Auch im 21. Jahrhundert scheint uns diese Harmonie zu faszinieren. Während bei Stranger Things ebenfalls die Horrorelemente immer und immer wieder die Überhand nehmen, setzen die Tapeten, die Kleidungsstücke und die Frisuren aus dem vergangenen Jahrzehnt angenehme Akzente, die das gesamte Schauspiel perfekt in Szene setzen. Insbesondere die kleinen Aspekte, beispielsweise das Wandtelefon im Haus der Byers, sorgen dafür, dass die Horrorelemente überhaupt erst richtig in Szene gesetzt werden können.

Hervorragende Schauspieler prägen faszinierende Charaktere

Doch das ist längst nicht alles – auch die Schauspieler tragen Wesentliches dazu bei, dass Stranger Things zu einem vollen Erfolg geworden ist. Winona Ryder haucht der besorgten Mutter Joyce Byer auf wunderbar herzzerreißende Weise Leben ein; Charlie Heaton schafft es, den Außenseiter Jonathan nahezu perfekt darzustellen.

Ganz besonders begeistert hat mich Millie Bobby Brown in ihrer Rolle als Eleven. Die Jungschauspielerin zeigt in der Netflix-Serie ihr herausragendes Talent, Eleven trotz weniger Worte zu einem überaus liebenswerten und dennoch mysteriösen Mädchen zu machen, das sich schnell ein Platz im Herzen der Zuschauer gesichert hat.

Spannung bis zur letzten Sekunde

Das I-Tüpfelchen auf dieser Serie ist die Spannung, die selbst bei einer Sichtung am Tag keinesfalls verloren geht. Bis zur allerletzten Sekunde ist Stranger Things nervenzerreißend aufregend. Ständig geschehen unerwartete Dinge, welche die Spannung ein weiteres Mal vorantreiben.

Was jedoch die Cliffhanger im Finale angeht, bin ich etwas zwiegespalten: Einerseits würde ich mich übermäßig über eine zweite Staffel freuen – andererseits bin ich nicht sicher, ob diese zweite Staffel mit genau demselben Cast wirklich genauso gut werden würde wie die erste. Hier wäre es in jedem Fall sinnvoller, einzelne Handlungsstränge aus dem großen Ganzen herauszunehmen und diese näher zu beleuchten. Was ist zum Beispiel mit Hoppers Tochter passiert? Und gibt es vielleicht eine Hintergrund- oder Folgestory zu dem Monster? Da sehe ich in jedem Fall viel Potenzial.

Fazit zu Stranger Things

Ihr, die ihr Stranger Things bisher noch keine Chance gegeben habt, solltet unverzüglich alles stehen und liegen lassen: Denn dieses Netflix-Original gehört in jedem Fall zu den besten Neuerscheinungen des Jahres! Die Schauspieler sind einmalig, die Charaktere fast durchweg sympathisch und die Atmosphäre, kombiniert mit den Elementen der 80er Jahre, einfach grandios. Reinschalten lohnt sich hier definitiv!

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