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Blogparade: Antiheld – Die „echten“ Protagonisten

Blogparaden über Blogparaden – diesmal bringt uns Miss Booleana zum Nachdenken: Sie möchte, dass wir bis zum 23.7. maximal zehn Charaktere aus Film und Serie auflisten, die wir für einen Antihelden halten.

Das Problem hierbei: Es ist meiner Meinung nach gar nicht so einfach, den Begriff „Antiheld“ zu definieren. Miss Booleanas Definition finde ich hierfür schon großartig. Sie sagt, dass der Antiheld echter und deshalb für uns greifbarer ist; dass wir uns besser in ihn hineinversetzen können, weil er Fehler macht, Ängste und Schwächen hat.

Für mich kommt da noch hinzu, dass ein Antiheld entweder versucht, die Welt zu retten oder seine Liebsten zu schützen, dabei aber große Fehler begeht oder mit Absicht die falschen Wege geht.

Anhand dieser Punkte habe ich eine Liste mit insgesamt neun Charakteren erstellt, die meines Erachtens ganz gut in diesen Bereich passen.

Reihenfolge wie immer nicht wertend!

Walter White (Bryan Cranston in „Breaking Bad“, Serie)
Für mich ist Walter White der Antiheld schlechthin. Um seine Familie vor dem Ruin zu schützen, beginnt er den Drogenhandel – nur um über die Zeit hinweg immer tiefer in die Drogenkreise gezogen zu werden. Zwar verliert er zwischenzeitlich seine grundsätzlichen Motive aus den Augen, vergisst sie jedoch bis zum Ende der Serie nicht.

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Wolverine (Hugh Jackman in den X-Men-Filmen)
Hach, Wolverine. Einer der beliebtesten X-Men, der sich jedoch selbst niemals als Held bezeichnen würde. Denn sein Weg ist gepflastert von Verlust und Trauer, aber auch von Mord, Rache und einem nicht immer vorbildlichen Verhalten.

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Dexter Morgan (Michael C. Hall in „Dexter“, Serie)
Genau wie Walter White ist auch Dexter ein Paradebeispiel für den Antihelden. Klar: Dexter tötet Menschen. Aber: Er tötet nur solche, die selbst Verbrecher sind, von der Justiz aber bisher nicht zur Rechenschaft gezogen wurden. Er ist ein Serienmörder – jedoch einer, der aufgrund der Wahl seiner Opfer die Welt ein wenig von Monstern befreit. Als Zuschauer fand ich es deshalb unheimlich schwer, meine Gefühle für den Protagonisten zu definieren.

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Tyrion Lannister (Peter Dinklage in „Game of Thrones“, Serie)
Im Gegensatz zu einigen anderen Charakteren dieser Liste ist Tyrion Lannister einer der durchgehend sympathischsten Antihelden. Immer wieder versucht er, Gutes zu tun und den Leuten zu helfen, scheitert dabei aber oftmals am System und begeht auf diese Weise Fehler. Zudem würde er sich niemals eingestehen, dass er eigentlich ein guter Mensch ist.

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Jessica Jones (Krysten Ritter in „Jessica Jones“, Serie)
Ähnlich wie Tyrion hält auch die Privatdetektivin Jessica Jones in der gleichnamigen Serie nicht viel von sich selbst. Dennoch versucht sie, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, indem sie ihre Kräfte für das Gute einsetzt. Auch wenn sie selbst daran zugrunde geht.

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Annalise Keating(Viola Davis in „How To Get Away With Murder“, Serie)
Wer beide Staffeln von „How To Get Away With Murder“ gesehen hat, weiß, wie hinterhältig und gerissen Annalise Keating ist. Manchmal geht sie grausame Wege – jedoch nur, um ihre Freunde und ihre Kollegen zu schützen. Dabei kann sie durchaus auch mal selbstsüchtig werden und sich in ihren Intrigen verlieren.

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Severus Snape (Alan Rickman in den Harry-Potter-Filmen)
Bei Snape bin ich mir nicht vollständig sicher, ob er wirklich ein Antiheld ist – denn in den ersten Filmen fehlt dem Zuschauer völlig die Sympathie für diesen Charakter. Dennoch wissen wir am Ende, dass Snape sein Leben ebenso wie sein Ansehen aufs Spiel gesetzt hat, um sowohl ganz Hogwarts als auch vielen anderen Zauberern das Leben zu retten.

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Django (Jamie Foxx in „Django Unchained“, Film)
Django durchläuft eine blutige, tragische und gewalttätige Reise, um seine Frau zu retten. Mit Unterstützung von Dr. Schultz wird er Kopfgeldjäger und tötet Menschen – doch das nur, um die Liebe seines Lebens endlich wieder in seinen Armen halten zu können. Ist sein Verhalten also falsch? Absolut. Aber können wir es ihm wirklich verübeln?

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Rick Grimes (Andrew Lincoln in „The Walking Dead“, Serie)
Rick entwickelt sich im Laufe der Serie erst zu einem richtigen Antihelden: Er bedroht und tötet Menschen, geht teils kontroverse Wege. Sein Motiv dahinter ist jedoch einzig und allein der Schutz seiner Gruppe – und mit den Fehlern, die er einige Male begeht, kann sich der Zuschauer manches Mal durchaus identifizieren, da er vermutlich nicht anders reagiert hätte.

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