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Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

Orange Is The New Black: Staffel 4

Während der Brexit und die Fußball-EM derzeit die Nachrichten sowie unzählige persönliche Gespräche bestimmen, habe ich mir zwischenzeitlich etwas Ablenkung gegönnt: mit der vierten Staffel von Orange is the New Black. Ganz ehrlich, hätte ich die Zeit gehabt, hätte ich die 13 Episoden vermutlich an einem Wochenende geschaut. Aber weniger Zeit bedeutet längerer Genuss, sodass ich immerhin etwas mehr als eine Woche gebraucht habe, um die Staffel zu sehen. Und Leute, es lohnt sich allemal.

ACHTUNG: SPOILER ZU STAFFEL 4!

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Inhalt von OITNB Staffel 4

Die vierte Staffel knüpft relativ nahtlos an die dritte Staffel an: Piper (Taylor Schilling) sonnt sich in ihrem neuen Image, nachdem sie gegenüber Stella (Ruby Rose) bewiesen hat, dass sie nicht alles mit sich machen lässt. Währenddessen stehen unzählige Neuankömmlinge vor der Tür, sodass der sowieso schon begrenzte Raum in Litchfield noch enger wird. Das geht soweit, dass in den einzelnen „Zellen“ nun Doppelbetten stehen und sich statt nur zwei zukünftig vier Insassinnen einen Bereich teilen. Dass diese Situation schließlich eskaliert, ist abzusehen…

Quelle: YouTube-Channel „Netflix US & Canada“ (Stand: 26.06.2016)

OITNB Staffel 4 – Die Kritik

Zwar hatte ich mich ohnehin auf die neue Staffel von Orange is the New Black gefreut. Doch da die dritte Staffel nicht gerade eine Meisterleistung war, stand ich den neuen Episoden eher skeptisch gegenüber. Das hat jedoch nur dafür gesorgt, dass mir die neue Staffel umso besser gefällt.

Piper als Boss in Litchfield

In Staffel 3 hat Piper versucht, ihr kleines, illegales Imperium aufzubauen – das hat für eine Charakterwandlung zum Schlechten hin gesorgt, die ich so nicht hinnehmen wollte. Auch zu Beginn der neuen Staffel spielt sich der blonde Hauptcharakter auf und versucht direkt, bei den Neuen Eindruck zu schinden. Da die es jedoch faustdick hinter den Ohren haben, geht dieser Schlag nach hinten los. Positiv ist das dennoch für Piper: Sie besinnt sich endlich wieder der Leute, die wirklich für sie da sind und versucht obendrein, nicht mehr den Boss heraushängen zu lassen.

Der Fokus auf Piper schwindet weiter

Hinzu kommt, dass Piper längst nicht mehr die Hauptrolle in der Serie einnimmt. Stattdessen haben Figuren wie Poussey Washington (Samira Wiley), Red (Kate Mulgrew) oder Taystee (Danielle Brooks) ähnlich viel Screentime erhalten. Mir persönlich gefällt diese Veränderung unheimlich gut, denn viele der anderen Charaktere haben äußerst spannende Geschichten zu erzählen. So fand ich – neben meinen Lieblingen Poussey und Taystee – insbesondere Boo (Lea Delaria) und Pennsatucky (Taryn Manning) faszinierend; zumal sich hier eine wirklich ungewöhnliche Freundschaft entwickelt hat.

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Die Mitarbeiter von Litchfield

Auch bezüglich der Wächter von Lichtfield hat es einige krasse Änderungen gegeben. Das zeigt sich nicht nur in der neuen Cast-Besetzung, sondern vor allem im Umgang mit den Insassen. Die Strafen werden härter, es werden grausame Spielchen mit den Frauen gespielt, die weder Caputo noch die anderen Insassinnen mitbekommen. Das Zusammenspiel zwischen Gefangenen und Wächtern eskaliert in den letzten Episoden und endet mit einem einmaligen Cliffhanger.

Black Lives Matter

Insbesondere in dieser neuen Staffel scheint das Motto „Black Lives Matter“ im Fokus zu stehen. Das kommt vor allem dann zum Vorschein, wenn Piper eine Gruppe gründet, die sich schnell als Nazi-Team entpuppt. Hiermit trifft OITNB mal wieder den Nagel Zeit und eines der Probleme, die selbst im 21. Jahrhundert noch nicht aus dem Weg geräumt wurden. Das Interessante hierbei: Es geht in der gesamten Staffel bezüglich dieses Mottos nicht ausschließlich um die afroamerikanischen Insassinnen, sondern um alle mit einem Migrationshintergrund – und der Tatsache, dass Rassismus besonders vor dem Gefängnis nicht Halt macht.

Fazit zu OITNB Staffel

Ich lehne mich mal etwas aus dem Fenster und sage, dass die vierte Staffel von Orange is the New Black die beste Staffel der gesamten Serie ist. Die Charakterentwicklungen sind einmalig, die Handlung war abwechslungsreich und die Spannung wurde konstant hochgehalten. Hinzu kommt, dass die Serie mit einem Cliffhanger endet – der wiederum macht mich ein wenig wütend, denn jetzt muss ich mindestens ein Jahr warten, bis er aufgelöst wird.

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