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Die Gilde der Magier: Die Rebellin

Nachdem mich eine hartnäckige Erkältung soweit ausgeknockt hat, dass ich die letzten beiden Tage auf der Couch rumgelümmelt habe, komme ich jetzt endlich wieder dazu, eine Rezension zu veröffentlichen. Diesmal geht’s um den ersten Teil der Fantasy-Reihe „Die Gilde der Magier“ von Trudi Canavan: „Die Rebellin“. Ein gutes Buch, das jedoch durchaus seine Schwachstellen hat.

Inhalt von „Die Rebellin“

Eigentlich ist Sonea ein ganz normales Mädchen. Sie lebt bei ihrer Tante Jonna sowie ihrem Onkel Ranel und hilft den beiden bei ihrer Arbeit. Doch eines Tages gerät das Mädchen unfreiwillig mitten in die Säuberung – ein Prozess, bei dem die unterste Schicht von Magiern aus der Stadt gejagt werden soll. Um sich zu schützen, haben die Magier einen unsichtbaren Schild um sich gezogen. Sonea jedoch, die mit voller Wut einen Stein nach ihnen wirft, kann den Schild durchbrechen. Damit allerdings beginnen die härtesten Wochen ihres Lebens…

„Die Rebellin“ – Die Kritik

Zuallererst muss ich zugeben, dass ich verdammt hohe Erwartungen an diesen ersten Teil der Fantasy-Trilogie von Trudi Canavan hatte. Da ich in den vergangenen Jahren eine immer größere Liebe für Fantasygeschichten entwickelt habe, hatte ich ohnehin viel Lust auf „Die Rebellin“. Insgesamt hat mir das Werk auch ganz gut gefallen. Es gibt jedoch einige Makel, die das große Ganze negativ beeinflussen.

Die Sprache
Da ich die deutsche Version gelesen habe, kann es durchaus sein, dass vieles bei der Übersetzung verloren gegangen ist. Denn an zahlreichen Stellen war ich von der vergleichsweise einfachen Schreibweise überrumpelt. Zu oft habe ich gedacht „Das hätte ich auch so geschrieben“ oder „Das hätte ich anders beschrieben“ – und beides ist ein schlechtes Zeichen. Wenn ich Werke von publizierten Autoren lese; insbesondere von solchen, deren Geschichten hochgelobt werden; erwarte ich, von der Struktur, dem Ausdruck und den Redewendungen fasziniert zu sein. Das ist hier jedoch kein einziges Mal eingetreten. Sehr schade.

Die Handlung
An sich fand ich die Handlung spannend. Sie hatte einige kleinere Höhepunkte und einen roten Faden. Das Finale war zwar etwas vorhersehbar, aber das ist eben der Tatsache zu schulden, dass ich schon vor dem Lesen von den zwei Nachfolgern wusste. Was mich jedoch gestört hat, war diese unendlich lange Suche. Ich kann durchaus nachvollziehen, warum ihre Dauer etwas länger angesetzt wird. Aber dass sie den Großteil des Buches einnimmt, war einfach zu viel. Als Leser bin ich irgendwann ungeduldig geworden, weil ich keine Lust mehr hatte.

Die Charaktere
Sonea hat mir unheimlich gut gefallen. Der Charakter wird äußerst realistisch dargestellt, mit all diesen Gedankengängen, den Zweifeln, die ich selbst auch schon zahlreiche Male hatte. Genauso sehr mochte ich Cery, den rebellischen, aber liebenswürdigen Freund. Auch die einzelnen Magier wurden gut dargestellt, wobei ich einige Male etwas verwirrt war. So habe ich erst später bemerkt, dass der Administrator und der Hohe Lord zwei unterschiedliche Personen sind. Auch habe ich mir einige Namen einfach nicht merken können, weil die dazugehörigen Charaktere nicht unbedingt eindeutige Charakterzüge hatten. Hier hätte ich mir entweder eine detailliertere Charakterbeschreibung oder eben weniger Figuren gewünscht.

Fazit zu „Die Rebellin“

Alles in allem ist „Die Gilde der Magier: Die Rebellin“ ein Buch, das man durchaus einmal lesen kann. Ich werde in jedem Fall auch die beiden Nachfolger lesen, da ich wissen möchte, wie es mit Sonea und dem Hohen Lord weitergeht. Allen, die das Buch noch nicht kennen, würde ich empfehlen, es vielleicht lieber auf Englisch zu lesen – eventuell kann die Sprache dort mehr genossen werden.

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