Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

Gesellschaft // Liebe deinen nächsten…

… aber nicht, solange er homosexuell ist, eine andere Religion verehrt, einer anderen Kultur angehört, eine andere Hautfarbe hat oder sich nicht den gesellschaftlichten Schönheitsidealen anpasst. Liebe also deinen nächsten, aber nur, solange er deine Vorstellung von einem „richtigen“ Menschen haargenau widerspiegelt. Is klar.

Leute, wir leben im 21. Jahrhundert. Gleichberechtigung, Akzeptanz und Toleranz sollten heutzutage selbstverständlich sein. Wir sind schon ein gutes Stück vorangekommen, aber es wird noch viele Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte dauern, bis wir an den Punkt gelangen, an dem jedes Geschlecht, jede Religion, jede Kultur, jede Hautfarbe und jede Figur toleriert wird. Wenn wir den Zeitpunkt überhaupt erreichen und uns nicht schon vorher selbst ausrotten.

Warum ich dieses Thema anspreche, worüber scheinbar an jeder Ecke diskutiert wird? Weil ich heute gelesen habe, dass die Evangelische Landeskirche in Berlin und Brandenburg beschlossen hat, dass sich Homosexuelle dort ab Juli 2016 kirchlich trauen lassen dürfen. Ein Hoch darauf! Aber wisst ihr, was ich im gleichen Atemzug lese? „Ich hab ja nichts gegen Homosexuelle, aber…“ Heutzutage wird dieser ewig gleiche Spruch auch gern in Bezug auf Flüchtlinge, Muslime und dunkelhäutige Menschen verwendet.

„Ich hab nichts gegen Homosexuelle, aber…“ Aber was? Wie kann es da überhaupt ein „aber“ geben? Wie können Menschen in unserem Zeitalter noch immer nicht akzeptieren, dass Liebe eben vielseitig ist? Dass Männer nun einmal auch Männer lieben und Frauen sich von anderen Frauen angezogen fühlen? Dass jeder genau das für sich selbst entscheiden kann? Beeinflusst die gleichgeschlechtliche Liebe das Leben der „Aber“-Sager in irgendeiner Weise? Denken sie, ihre Liebe wäre dadurch weniger wert? Was für ein Schwachsinn.

Und wisst ihr, was ich dann noch lese? „Die Bibel verurteilt gleichgeschlechtliche Liebe.“ oder „Im Christentum gilt gleichgeschlechtliche Liebe als Sünde.“ Wie kann Liebe Sünde sein?

Ich muss zugeben, dass ich die Bibel nie komplett gelesen habe. Deshalb weiß ich auch nicht genau, ob gleichgeschlechtliche Liebe dort wirklich verurteilt wird. Aber wisst ihr, was ICH verurteile? Dass die Kirche heute noch immer so viel Macht über das gesellschaftliche Leben hat. Wer sind wir denn, dass wir uns von ein paar Leuten in Roben vorschreiben lassen, wie wir zu leben haben? Sind wir noch immer die gleichen, dummen Schafe, die nur brav den Menschen hinterher trotten, die scheinbar auch heute noch den Ton angeben?! Und wo wir schon einmal dabei sind: Gott, sollte es ihn geben, wird in keinem Fall etwas dagegen haben, dass die Menschen sich lieben und dabei glücklich sind.

Also, Leute: Feiert die Vielfältigkeit der Menschheit und unterstützt die Gleichberechtigung! Ja zur Ehe für alle Menschen und ja zur Liebe.


 

Und mit diesen Worten leite ich eine inhaltliche Veränderung auf meinem Blog ein. Wie ihr vielleicht bemerkt habt, hat sich mein Menü ein wenig geändert. Ich habe mich nämlich dazu entschlossen, diesen Blog nicht mehr nur auf die Medien, die ich so konsumiere, zu beschränken. Vielmehr möchte ich ihn einfach als Format nutzen, auf dem ich meine Gedanken und Gefühle und Worte verpacken und so Ausdruck verleihen kann. Egal, ob es dabei um aktuelle Geschehnisse in der Welt, um Urlaubsreisen oder um einen neuen Film geht, den ich entdeckt habe. Ich habe nämlich festgestellt, dass ich nicht immer jeden Film und jede Serie analysieren und rezensieren möchte – sondern, dass mir manches Mal einfach das Genießen reicht. Dafür hat mir im Gegenzug eine Plattform gefehlt, in der ich mich auch einfach mal über Dinge auskotzen kann, die mich aufregen. Et voilà! Der „neue“ Blog steht :)

Ich hoffe, mir springen jetzt nicht zahlreiche Leser ab, denn zukünftig wird es hoffentlich mehr Diskussionsstoff geben! Ich freue mich auf die Zukunft :)

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