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Das Rosie-Projekt: Der Bestseller von Graeme Simsion

Unfassbare Faulheit gepaart mit beruflichen und – aufgrund von Geburtstagen – auch privatem Stress ergeben einen Blog, auf dem seit über einer Woche nicht gepostet wurde. Aktuell ist einfach nicht genug Zeit, um dieses kleine Hobbytagebuch regelmäßig zu füllen. Ich versuche aber, den Blog nicht mehr für solch einen langen Zeitraum verstauben zu lassen! Dank dieser kleinen Pause habe ich euch immerhin etwas zu berichten, denn in der Zeit konnte ich „Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion durchlesen. Was ich von dem Bestseller halte? Lest selbst.

Inhalt von „Das Rosie-Projekt“

Als Asperger-Autist ist Don Tillman ein wenig anders gepolt als viele seiner Mitmenschen: Er mag strikte und simple Routine, findet Körperkontakt unangenehm und hat hin und wieder Probleme mit zwischenmenschlichen Beziehungen. Nun ist jedoch der Zeitpunkt gekommen, dass Don heiraten möchte – und nicht einfach irgendwen. Nein, er hat einen 16-seitigen Fragebogen mit Multiple-Choice-Fragen erstellt, der ihm die ideale Ehefrau finden soll. Doch ganz entgegen seines Plans lernt Don Rosie kennen. Und Rosie ist alles andere als die perfekte Ehefrau…

„Das Rosie-Projekt“ – Die Kritik

© S. Fischer Verlage

© S. Fischer Verlage


Ich muss ehrlich zugeben, dass ich Großes von diesem Werk erwartet hatte. Immerhin wurde „Das Rosie-Projekt“ von Graeme Simsion hochgelobt und sogar als Bestseller verkauft. Letztendlich hat mich auch der Großteil des Werks begeistern können, doch leider gibt es einige Schwachstellen, die mich ein wenig enttäuscht haben.

Das liegt aber keinesfalls an Don Tillman, denn überraschenderweise fand ich ihn ganz sympathisch. Dabei muss ich sagen, dass er mich an eine Mischung aus Sheldon Cooper (The Big Bang Theory) und Eugene (The Walking Dead) erinnert. Sarkasmus versteht er absolut nicht, dafür liebt er Routine. Er bezieht sich regelmäßig auf wissenschaftlich belegte Tatsachen, Emotionen stehen hinten an. Darin zeigt sich sein Autismus und vermutlich auch das Asperger-Syndrom. Warum ich ihn sympathisch finde? Weil Graeme Simsion ihm die Möglichkeit gibt, sich dank seiner Gedankengänge dem Leser zu erklären. Weil er nicht als Weirdo abgestempelt wird.

Die Enttäuschung ist auch nicht den anderen Charakteren zu verdanken – denn nicht nur Rosie, sondern auch Gene hat mich mit überaus interessanten Charakterzügen überzeugen können. Ich mochte es, den Dialogen zwischen Don und seinen Freunden zu folgen; insbesondere, weil ich es so interessant fand, wie die anderen Charaktere auf ihn reagierten. Mir hat auch die Idee, die hinter diesem Werk steckt, gefallen. Der Ehefrauen-Fragebogen hat perfekt zu Dons Art gepasst und Rosie hat absolut gar nicht zu Don gepasst – und doch hatte sie etwas an sich, was seine Aufmerksamkeit gewonnen hat.

Nein, enttäuscht hat mich die Vorhersehbarkeit dieser Geschichte. Der Leser weiß von vornherein, wie die Handlung ausgeht. Und gerade bei solch einem Thema mit einem solch faszinierenden Hauptcharakter wird das dem ganzen Werk absolut nicht gerecht. Ich hätte mir einen Twist, eine überraschende Wendung gewünscht, doch leider hat Graeme Simsion das nicht geschafft.

Fazit zu „Das Rosie-Projekt“

Im Großen und Ganzen hat mir das Werk von Graeme Simsion wirklich gut gefallen. Insbesondere der Schreibstil hat Dons Charakter hervorragend darstellen können. Allerdings hatte ich darauf gehofft, dass das Buch nicht ganz so vorhersehbar enden würde – hier hätte ich mir mehr Originalität gewünscht. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei „Das Rosie-Projekt“ um eine lesenswerte Geschichte!

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