Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

Mach’s gut, Alan Rickman.

Eigentlich hatte ich heute einen Beitrag über den Film „Equilibrium“ schreiben wollen. Aber ein für einen Filmfan wie mich schockierendes Ereignis hat diese Routine zerrissen: Heute ist Alan Rickman gestorben. Im Alter von 69 Jahren hat er den Kampf gegen Krebs aufgeben müssen. Mit ihm ist einer der großen Schauspieler und einer meiner absoluten Lieblinge von uns gegangen.

Natürlich habe ich, wie wahrscheinlich die meisten in meinem Alter, Alan Rickman als Professor Snape in den Harry-Potter-Filmen kennengelernt. Schon dort konnte er mich mit seiner einzigartigen Stimme und seiner so tragischen Rolle um den Finger wickeln. Anschließend folgten tolle Streifen wie Sweeney Todd, Das Parfüm und Robin Hood – immer wieder hat er mir bewiesen, dass er ein einzigartiger Schauspieler mit einer unglaublichen Ausstrahlung ist. Mit Filmen wie Tatsächlich.. Liebe oder Galaxy Quest habe ich Rickman schließlich lieben gelernt; nur wegen ihm habe ich übrigens den ersten Stirb Langsam-Film gesehen. Egal, um welche Rolle es ging: Alan Rickman hat es stets geschafft, die Zuschauer mit seinem einmaligen Charisma und seinem erstklassigen Talent für sich einzunehmen. Deshalb ist es umso schwerer, die Nachricht von seinem Tod zu verarbeiten. Es mag für andere Menschen lächerlich erscheinen, dass man um einen Menschen trauern kann, der einem eigentlich fremd ist – aber ich denke, ich spreche für viele Filmfans, wenn ich sage, dass mich diese Nachricht heute zu Tränen gerührt hat.

Quelle: YouTube-Channel „moviepilot“ (Stand: 14.01.2016)

Mich trifft dieses Ereignis auf zweierlei Weise. Denn diese Woche ist mit David Bowie eine zweite Person an Krebs gestorben. Das sorgt natürlich für zahlreiche Gespräche zu diesem Thema – ein Thema, mit dem ich auch persönlich zu tun hatte: Im Sommer 2014 hat mein Opa den Kampf gegen den Krebs verloren. Ich möchte darüber überhaupt nicht viele Worte verlieren, aber aufgrund dessen kann ich nachvollziehen, wie kräftezehrend dieser Kampf nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für ihre Angehörigen gewesen sein muss. Deswegen wünsche ich der Familie von Alan Rickman alles Gute und viel Kraft, auch die Wochen nach diesem Verlust zu überstehen.

Mach’s gut, Alan Rickman. Du warst ein ganz Großer und wirst in der Filmwelt eine deutliche Lücke hinterlassen, die niemand jemals füllen könnte. Wir werden uns noch in 50 Jahren an dich erinnern, denn du hast viele von uns geprägt.

„After all this time?“
„Always.“

<3

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