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Ernest Hemingway: Paris – Ein Fest fürs Leben

Ich habe meine offizielle Leseliste zwar erst vor einigen Wochen erstellt, aber eines der bekanntesten Werke von Ernest Hemingway stand schon viel länger in meinem Regal: Paris – Ein Fest fürs Leben. Zuvor habe ich noch kein einziges Werk des amerikanischen Schriftstellers gelesen und war deshalb umso gespannter. Leider habe ich die Geschichte nur auf Deutsch, doch meines Erachtens hat das der ganzen Handlung keinen Abbruch getan. Wie es mir gefallen hat? Lest selbst :)

Inhalt von Paris – Ein Fest fürs Leben

© Rowohlt Verlag

© Rowohlt Verlag

In diesem Buch berichtet Ernest Hemingway von den ersten Jahren, die er gemeinsam mit seiner Frau Hadley in Paris verbracht hat. Er beschreibt dabei aber nicht nur die Hauptstadt Frankreichs, sondern erzählt auch von seinen Begegnungen mit bekannten anderen Schriftstellern – etwa F. Scott Fitzgerald oder Gertrude Stein. Und nicht nur das: In dem Werk reist Hemingway sowohl in andere französische Orte als auch nach Österreich und berichtet von seinen dortigen Aktivitäten, den gelesenen Werken sowie den Menschen, die er dort traf.

Paris – Ein Fest fürs Leben: Die Kritik

Ich bin nicht ganz sicher, ob es anderen vielleicht ähnlich geht… aber irgendwie hab ich ein bisschen das Gefühl, dass wir heutzutage regelrecht dazu verpflichtet sind, Werke von hochgelobten Schriftstellern aus vergangen Jahrzehnten oder Jahrhunderten ebenfalls hoch zu loben. Besonders dann, wenn man vergleichsweise einfach geschriebene Bücher wie Die Tribute von Panem wirklich gemocht hat. Seht ihr das anders?

Hemingways einmalige Schreibweise

Nichtsdestotrotz hatte ich meinen Spaß mit Paris – Ein Fest fürs Leben. Auch wenn ich eigentlich erwartet hatte, viel mehr Beschreibungen über die Stadt lesen zu können. Stattdessen hat Hemingway dieses fast romantische Umfeld genutzt und darin die ersten Jahre, der in der französischen Hauptstadt gelebt hat, eingebettet. Dass so letztendlich eine andere Geschichte erzählt wurde, hat mich dennoch angenehm überrascht. Hemingway hat eine Art, die Umgebung so zu beschreiben, dass der Leser die Blumen riecht, den Sonnenschein auf seiner Haut spürt und förmlich an der Seine spazieren geht. Obwohl die Geschichte relativ simpel geschrieben ist, ist sie doch auf ihre Art perfekt, denn der populäre Autor schafft es, vor den Augen des Lesers ein unvergleichlich romantisches Paris zu erschaffen.

Die ereignisreiche Handlung im Werk

Für mich war es völlig unerwartet herauszufinden, wie viel Handlung auf knapp 160 Seiten passen. Hemingway hält sich nicht damit auf, über etliche Seiten Momente oder Orte zu schreiben. Er berichtet lieber stets kurz und knapp von seinen Spaziergängen, seinen kurzen Reisen und seinen Begegnungen mit anderen Schriftstellern. Und doch schafft er es, soweit darüber zu schreiben, dass es nicht herunter gerasselt oder aneinander geklatscht klingt. Interessant finde ich ebenfalls, dass er neben Paris auch von seinem Besuch in Österreich erzählt – so gibt er der ganzen Geschichte einen würdigen Abschluss.

Fazit zu Paris – Ein Fest fürs Leben

Eigentlich hatte ich vor dem Lesen von Hemingways Werk etwas völlig anderes erwartet. Allerdings hat es mir trotz der Überraschung durchaus ganz gut gefallen. Ich habe ja noch eine Kurzgeschichte von Ernest Hemingway auf meiner Liste und bin gespannt, inwiefern sich hier die Erzählung in Stil und Aufbau unterscheiden – die Kurzgeschichte auf Englisch ist.

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