Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

Mallorca rockt!

„It’s paradise – if you can stand it.“ (Gertrude Stein, 1929)

Leute, ich liebe Mallorca. Wie Gertrude Stein schon zu Robert Graves sagte: Es ist ein Paradies im Mittelmeer. Zwar ging mein Urlaub nicht so gut los, wie ich gehofft hatte, doch genießen konnte ich es trotzdem.

Das Hotel

Nachdem wir alles für unsere Geckos vorbereitet hatten, ging es vorletzten Sonntag los zum Flughafen KölnBonn. Leider hatte unser Flug Verspätung, sodass wir letztendlich erst gegen 18 Uhr im Hotel auf Mallorca ankamen anstatt wie geplant gegen 16 Uhr. Abgestiegen sind wir in den 13 Tagen im Ca‘n Picafort Palace in Ca‘n Picafort – ein 4-Sterne-Hotel mit überaus nettem Personal. Mein Freund und ich hatten dort All Inclusive gebucht, um uns einfach mal etwas zu gönnen. Ich kann euch versichern: Das Essen war großartig, die Cocktails waren alkoholreich und das Programm der Animateure wunderbar. Da das Ca‘n Picafort Palace vorrangig ein Familienhotel ist, wurde besonders für die kleinen Gäste viel veranstaltet, doch auch die Erwachsenen kamen nicht zu kurz: Die Animateure haben zu Spielen wie Volleyball, Dart oder Kubb eingeladen und jeden Abend wurden Quizzes oder Shows veranstaltet.

Die Drachenhöhlen von Porto Cristo

Die Drachenhöhlen von Porto Cristo

Das Hotel ist an diesem Urlaub natürlich der unwichtigste Teil – viel bedeutender ist die einzigartige Insel. Zum Strand mussten wir etwa fünf Minuten laufen. Doch erst einmal dort angekommen, fühlten wir uns sofort entspannt. Der kilometerlange Strand, der bis nach Alcudia reicht, war gut gepflegt und das Meerwasser war angenehm kalt. Wer am Strand lag, konnte außerdem die Aussicht genießen: Dieser gehört nämlich zur Bucht von Alcudia, an welcher sich zu beiden Seiten kleine Berge erheben.

Die Highlights von Mallorca

Mein Freund und ich lagen aber nicht nur faul am Strand herum, wir haben uns wie letztes Jahr auch die Insel angeschaut. Auf unserem ersten Ausflug haben uns die Reiseveranstalter die Highlights von Mallorca näher gebracht. Das Gute daran: Abgesehen von Palma konnten wir hierbei wirklich völlig Neues entdecken. So haben wir uns zuerst die Drachenhöhlen in Porto Cristo angesehen – die bekanntesten Tropfsteinhöhlen der gesamten Insel. Hier sind nicht nur Stalagmiten und Stalaktiten zu finden, sondern auch ein unterirdischer See, auf dem ein kurzes klassisches Konzert gespielt wird.

Yay, Babyschweinchen!

Yay, Babyschweinchen!

Anschließend sind wir nach Manacor gefahren, der zweitgrößten Stadt Mallorcas. Dort haben wir einen kurzen Stopp bei einem Likörgeschäft eingelegt, um einheimische Liköre zu probieren. Schließlich ging es weiter nach Sineu auf einen großen Wochenmarkt, auf dem wir uns etwa 1,5 Stunden allein bewegen durften. Es war wirklich klasse, die Leute bei ihrem täglichen Geschäft zu sehen und einfach mittendrin zu sein. Dort gab es übrigens auch einen Viehmarkt – komplett gesehen haben wir diesen nicht, worüber ich allerdings ein wenig erleichtert bin. Allerdings haben wir einen Stand gefunden, an welchem ich ein kleines Ferkel füttern durfte, das (mitsamt des Mutterschweins) doch gut gepflegt aussah.

Von Sineu ging es weiter nach Palmanyola zum Mittagessen. Das kleine Dorf liegt zwischen Palma und Bunyola und erfährt nur wenig vom Tourismus. Allerdings gibt es hier ein Lokal, zu welchem die Reiseveranstalter wohl regelmäßig fahren, um den Touristen die einheimischen Köstlichkeiten näher zu bringen. Nach dieser kleinen Pause haben wir uns den wunderschönen Ort Valldemossa angeschaut, wo übrigens schon Frederic Chopin abgestiegen ist. Dieser liegt mitten im Tramuntana-Gebirge und bietet eine unvergleichliche Aussicht auf die Umgebung. Auch die kleinen, schmalen Gassen des Orts haben ihren ganz eigenen Charme. Mit einem kurzen Stopp an Palmas Hafen ging es schlussendlich wieder zurück ins Hotel.

Blick auf Valldemossa

Blick auf Valldemossa


Mallorca mal anders

Unser zweiter Ausflug nannte sich „Mallorca Spezial“ und sollte uns einen Einblick in Sehenswürdigkeiten abseits des Massentourismus bieten. Das gelang den Veranstaltern auch gleich mit dem ersten Tagespunkt: dem Landgut Els Calderers, das seit 1750 besteht und erst seit rund 20 Jahren für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Das Herrenhaus ist also sozusagen ein Museum, welches so eingerichtet ist, wie es vor 300 Jahren genutzt wurde. Überall befinden sich alte Gemälde wertvolle Möbelstücke und sogar Miniaturen, die das Leben aus früheren Tagen darstellen. Zum Abschluss unseres Rundgangs erhielten wir sogar selbstgemachtes Brot sowie geröstete Kichererbsen und Nüsse. Auf dem Außengelände durften wir uns noch die Pferde, Ziegen, Schweine und Lämmer anschauen, bevor wir uns zum Weingut Angel aufmachten. Dort führte uns der Reiseleiter durch das Gut und erklärte uns, wie der Wein hergestellt wird. Anschließend hatten wir die Möglichkeit, den dort gewonnenen Wein zu probieren – verdammt lecker!

Blick von Fornalutx aufs Gebirge

Blick von Fornalutx aufs Gebirge

Nach dem Mittagessen, welches wieder in Palmanyola stattfand (mein Freund und ich hatten eigene Verpflegung mitgebracht und die Sonne genossen), sind wir erneut ins Tramuntana-Gebirge gefahren. Diesmal allerdings haben wir uns das Bergdorf Fornalutx angeschaut, welches vor einigen Jahren zum schönsten Dorf Mallorcas gekürt wurde. Kein Wunder: Die engen Gassen und der Blick auf die hohen Berge sind unglaublich, ebenso die entspannte Atmosphäre der Bewohner. Den Abschluss dieses Ausflugs bildete schließlich der Aussichtspunkt bei Sa Foradada. Von dort konnten wir den berühmten Felsen mit dem Loch sehen, welches einen Durchmesser von rund 18 Meter hat. Doch nicht nur das, sondern auch der Blick auf das blaue Meer war diese Fahrt wert.

Einmal nach rechts, einmal nach links

Mein Freund und ich haben Ca’n Picafort auch zweimal auf eigene Faust erkundet. Ebenso wie letztes Jahr in Cala Millor sind wir auch diesmal vom Strand aus einmal nach rechts und einmal nach links gelaufen. Auf unserem Ausflug in die linke Richtung konnten wir die ganze Zeit den Strand entlang laufen, da sich dieser bis zum Hafen von Alcudia erstreckt. Soweit haben wir es leider nicht geschafft, aber wir konnten zahlreiche Fische im Meer beobachten und haben sogar Wellen gesehen, die scheinbar vom Strand in Richtung Meer brechen. Es war wirklich faszinierend zu beobachten, wie zwei Wellen aufeinandergetroffen sind.

Die Felsen bei Ca'n Picafort

Die Felsen bei Ca’n Picafort

Am darauffolgenden Tag sind wir am Strand nach rechts abgebogen und die Promenade entlang gelaufen, bis wir den kleinen Hafen von Ca’n Picafort erreicht haben. Auch hier tummelten sich etliche kleine und größere Fische. Von dort aus sind wir weiter an der Küste entlang gelaufen, die zwar keinen Strand, dafür aber zerklüftete Felsen aufwies. Wir haben sogar Menschen angetroffen, die es sich auf den Felsen bequem gemacht haben und von dort in das kalte Wasser gesprungen sind. Eines kann ich euch durch diese beiden kurzen Ausflüge sagen: Die Schönheit Mallorcas ist auch in Ca’n Picafort zu finden. Denn anstatt Ballermann gibt es hier doch zahlreiche ruhige Gassen, viele einheimische Lokale und eine wunderbare Atmosphäre.

Die letzten Tage

Unser letzter Ausflug musste leider ausfallen, da er ausgerechnet auf den einen Tag fiel, an dem es immer wieder geregnet hat. Also haben wir uns einfach einen gemütlichen Tag im Hotel gemacht – mit Wein, Chips und Kakao. Bevor wir am Freitagabend schließlich wieder zurück geflogen sind, bin ich noch einmal durch die Gassen von Can Picafort spaziert und habe mir eine Massage im Hotel gegönnt. Wenn schon entspannen, dann richtig!

Nun bin ich wieder zuhause und auch froh darüber, meine Geckos wiederzusehen und mich mit meinen Freunden zu treffen. Auch auf die Arbeit freue ich mich. Dennoch vermisse ich Mallorca jetzt schon. Die Menschen sind entspannter, die Natur ist atemberaubender und das Wetter eindeutig besser als in Deutschland. Zumindest steht der Plan, irgendwann einmal zumindest ein Ferienhaus auf der schönsten Insel des Mittelmeers zu kaufen!

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