Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

High Fidelity (Buch): Musik in Buchform

Nachdem ich mich allmählich von der Enttäuschung und dem Frust erholt habe, den mir die Auflösung zu „A“ aus „Pretty Little Liars“ eingebrockt habe, konnte ich mich wieder mit dem aktuellsten Buch meiner Leseliste auseinandersetzen: High Fidelity. Das Buch von Nick Hornby stand schon seit längerem auf meiner Liste – letzten Sonntag habe ich es endlich für 2 Euro auf einem Flohmarkt ergattert.

Inhalt zu High Fidelity

Rob Fleming ist 35 Jahre alt und leitet einen Plattenladen, der mehr schlecht als recht läuft. Seine beiden Arbeitskollegen Barry und Dick erstellen regelmäßig Listen mit ihm, sind Rob jedoch ansonsten keine große Hilfe. Zu allem Überfluss verlässt ihn seine Freundin Laura. Rob, scheinbar unbeeindruckt von Lauras Abgang, erstellt eine Liste seiner Top-5-Exfreundinnen – nur, um sich zu beweisen, dass ihm Laura nicht das Herz gebrochen hat…

High Fidelity – Die Kritik

Warum High Fidelity schon so lange auf meiner Leseliste stand? Weil ich zum einen total begeistert von A Long Way Down war und mir ziemlich sicher war, dass mir dieses Buch Spaß bereiten würde. Und weil ich zum anderen schon die Verfilmung mit John Cusack und Jack Black gesehen habe und mich das zusätzlich neugierig gemacht hat. Wurden meine Erwartungen erfüllt? Zm Glück ja! Das Werk ist großartig: humorvoll, sarkastisch, ehrlich, manchmal ein bisschen hinterhältig, manchmal ein bisschen zickig. Und genau wie in A Long Way Down behandelt Nick Hornby hier ein Thema, das mitten aus dem Leben gegriffen ist – das Ganze mit so wenig Kitsch, dass ich es einfach nur lieben muss.

Die Listen und die Musik

Ich wusste durch den Film natürlich schon, dass Rob, Barry und Dick mit zahlreichen Listen um sich schmeißen – im Buch wurde dieser Aspekt noch ein wenig deutlicher. Da ich ja selbst ein Listen-Fan bin, war ich umso erfreuter, dass dies in der Buchvorlage so hervorragend umgesetzt wird. Nicht nur die erste Liste mit den Ex-Freundinnen, sondern auch die Listen der Lieblingsplatten, der Lieblingssongs – und natürlich die letzten Kapitel, die in Form einer Liste aufgebaut sind. Hinzu kommt der Fokus, der (obwohl natürlich das Leben und Versagen von Rob im Vordergrund steht) häufig auf die Musik gelegt wird. Musik ist ein mir überaus wichtiger Aspekt des Lebens und der Kunst: Sie schafft es, zahlreichen Gefühlen, Problemen und Situationen Ausdruck zu verleihen. Und dass sie hier einmal mehr Aufmerksamkeit erhält, ist vermutlich für jeden Musikfan eine großartige Sache.

Die Sprache von Nick Hornby

Zwar habe ich High Fidelity auf Deutsch gelesen und kenne auch das Original nicht. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Übersetzung gut gelungen ist und die Sprache Nick Hornbys so bissig klingt wie eh und je. Wunderbar finde ich hier ebenfalls, dass er durch seine Schreibweise seinen Hauptcharakter nicht auf einen Thron setzt, sondern ihn ebenso viele Fehler machen lässt wie alle anderen. Dadurch wirkt Rob nur ungemein sympathischer, wenn auch manchmal ziemlich vertrottelt.

Fazit zu High Fidelity

Endlich habe ich die Buchvorlage gelesen und sie in vollen Zügen genießen können – ob sie besser ist als der Film? Das werde ich in den kommenden Tagen mithilfe von Miss Booleanas Blogparade erzählen!

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