Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

Serienparade: Von Helden und Schurken

Zwar habe ich letztens noch gesagt, dass ich nur an Paraden teilnehme, wenn diese meine anderen Beiträge nicht aufhalten – aber die Serienparade von Frau Margarete ist fest in meinem Plan verankert. Immerhin ist diese Aktion perfekt auf einen Serienfan wie mich zugeschnitten! Das aktuelle Thema der Parade lautet übrigens: Von Helden und Schurken.

Beginnen wir bei den Helden: Ich muss ja zugeben, dass ich es für mich selbst gar nicht so einfach finde zu klären, wo ein Held beginnt und wo er aufhört. Ich denke, ein Held ist jemand, dessen Ziel es ist, andere Menschen/Tiere/Pflanzen/Steine vor etwas Bösem zu bewahren – ohne darauf zu achten, dass es ihm dadurch in irgendeiner Art schlechter gehen könnte. Für mich ist aber niemand ein Held, der sich, ohne nachzudenken, einfach Hals über Kopf ins Getümmel stürzt. Das grenzt für mich eher an Dummheit. Ein Held ist aber jemand, der versucht, ein Ass im Ärmel zu haben und damit den Schurken übertrumpfen zu können. Alles, was meiner Meinung für eine Heldenentwicklung reicht, sind gesunder Menschenverstand, Empathie und ein bisschen Mut. Klar soweit?

Ein Beispiel: Syrio Forel ist ein Held, den ich bewundere. Warum? Weil er nicht nur Arya das Leben rettet – er stellt sich auch mit all seinen Kräften dem Schurken gegenüber und versucht, diesem eins auszuwischen. Und schließlich stirbt er nicht allein, sondern zieht einige Handlanger von Meryn Trant mit sich in den Tod.

Ein weiteres Beispiel: Einer meiner liebsten Helden ist der Doctor. Denn eigentlich könnte er sich in irgendeinem Loch vergraben und sich betrauern, weil er der Einzige seiner Art ist. Stattdessen aber sucht er stets nach neuen Möglichkeiten, sowohl die Menschheit als auch andere Spezies in Raum und Zeit zu unterstützen – sei es bei einem lebensgefährlichen Kampf, bei einem Angriff auf eine ganze Spezies oder nur dabei, jemandem seinen Stolz und seine Hoffnung wiederzuschenken. Zwar gibt der Doctor sich selbst oft genug in Gefahr, doch selbst in der verzwicktesten Situation dreht er nicht durch, sondern denkt über einen möglichen Ausweg nach.

Weitere Lieblingshelden meinerseits sind aus diesen Gründen Glenn aus The Walking Dead (wer Staffel 5 gesehen hat, weiß, wovon ich rede), Poussey aus OITNB und – wie könnte es anders sein – Sherlock & Watson. Eigentlich sollte ich auch Tyrion aus Game of Thrones dazu zählen, denn er versucht stets, die Fehler seiner Familie auszumerzen. Auch wenn es ihm nicht immer gelingt.

Nun einmal rüber zu den Schurken: Ein richtiger – ein guter – Schurke ist für mich nicht automatisch der Antagonist in jede Serie. Für mich sollte ein richtiger Schurke auch nicht grundlos böse sein. Meiner Meinung nach handelt es sich hierbei um eine Person, die wissentlich und bewusst Böses tut, um anderen zu schaden und damit ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Darüber hinaus ist ein guter Bösewicht meist mindestens so intelligent wie der Held. Klar, Joffrey aus GoT ist eine brutale und wahnwitzige Göre, aber meines Erachtens kein richtiger Schurke: Er will einfach nur zeigen, welch große Macht er hat und nutzt das in vollen Zügen aus. Sein Onkel dagegen (Achtung: Spoiler für Staffel 3 im Link!), Tywin Lannister, ist ein richtiger Bösewicht – er plant seine Schritte genau, er sieht problemlos über Opfer auf der eigenen Seite hinweg und schlägt dann zu, wenn die Sterne für ihn am besten stehen. Und er hat natürlich ein Ziel. Gleiches gilt für Moriarty: Dieser Kerl ist verdammt intelligent, hat absolut keine Skrupel und ebenfalls ein genaues Ziel, welches er anstrebt. Zu den fiesesten Schurken im Serienuniversum gehören für mich deshalb auch der Master aus Doctor Who, der Governor aus The Walking Dead und Heisenberg aus Breaking Bad.

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