Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

The Girl on the Train: Solides Drama

Manchmal schaue ich in die Aktionen von Bloggdeinbuch und finde absolut kein Werk, das mich anspricht. Und manchmal sind da viel zu viele Bücher, zwischen denen ich mich nicht entscheiden kann. Dieses Mal allerdings habe ich mich für ein ganz besonderes Buch entschieden, denn The Girl on the Train ist das Debütwerk von Paula Hawkins – und es ist ein gar nicht so schlechtes.

Inhalt von The Girl on the Train

Jeden Morgen nimmt Rachel den gleichen Zug und jeden Morgen schaut sie hinaus auf die Häuser an den Bahngleisen: Dort, in Nummer 23, lebt ein junges, glückliches Paar. Rachel hat sie Jess und Jason getauft und bewunder ihr scheinbar perfektes Leben. Scheinbar – denn eines Tages macht sie eine Entdeckung, die alles ändert. Plötzlich ist nicht nur das Leben von Jess und Jason auf den Kopf gestellt, auch Rachels Leben macht überraschende Wendungen

The Girl on the Train – Die Kritik

Entschieden habe ich mich für das Buch von Penguin Random House UK nicht nur, weil es das erste Werk der vielversprechenden Paula Hawkins ist. Ein für mich ebenso wichtiger Grund war, dass es eines der ersten englischsprachigen Bücher auf Bloggdeinbuch ist – zumindest, seit ich dort angemeldet bin.

Die Stimmung im Werk

Die ersten Seiten des Werks setzen schon einen eher melancholischen Ton: Nicht nur Rachel selbst erzählt von ihrem Trümmerhaufen, welcher sich Leben nennt. Auch die Ausdrucksweise und die Betonung der ersten Kapitel lässt eine traurig-nachdenkliche Atmosphäre erahnen. Ich muss zugeben, dass ich hier zwiegespalten war. Einerseits hat mich diese sofortige schlechte Stimmung abgeschreckt, andererseits wurde ich dadurch nur noch neugieriger. Ich wollte wissen, warum Rachel so am Boden zerstört war und wie es überhaupt so weit kam. Und kurz nachdem ich das erfahren hatte, ging ein Ruck durch das Werk – denn die Protagonistin hat etwas entdeckt, was alles ändert. Nach diesem Punkt wurde The Girl on the Train mit jeder Seite spannender. Da der Leser hier durch einige Filmrisse Rachels ebenso sehr mit dem Geschehen mitfiebern kann, entsteht irgendwann das ungeduldige Gefühl, dass man endlich wissen muss, was denn jetzt wirklich passiert ist. Das hat mich nur umso mehr bewogen, die Geschichte weiterzulesen.

Die Auflösung des Dramas

Durch eine Entdeckung Rachels erfährt der Leser mit einem Mal, was wirklich die ganze Zeit über geschehen ist. Da dies so plötzlich offenbart wird, habe ich erst einmal einige Minuten gebraucht, um das Erlebnis zu verstehen und zu verarbeiten – Tatsache ist: Es hat mich echt umgehauen. Ich hatte zwar während des Lesens immer wieder eine Ahnung, doch niemals wäre ich drauf gekommen, dass sich der Vorfall auf diese Weise erklärt. Die nachfolgenden Seiten jedoch machen diese grandiose Geschichte ein wenig kaputt: Wie es für viele Thriller typisch ist, endet Rachel in einer verzwickten Lage. Ich muss zugeben, dass mich das Ende wirklich enttäuscht hat, weil ich es schon so oft in ähnlicher Form gelesen habe. Auch finde ich, dass das Werk keineswegs in die Kategorie „Thriller“ gehört – es ist vielmehr ein Drama mit spannenden, teils erschreckenden Zwischensequenzen.

Fazit zu The Girl on the Train

The Girl on the Train von Paula Hawkins ist definitiv nicht perfekt, macht aber einen guten Schritt in die richtige Richtung. Auch wenn die letzten 15 Seiten hätten spannender gestaltet sein können, hat mich das Werk doch hervorragend unterhalten!

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