Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

Blogparade: Der vergessene Kinderfilm

Zu den Beweggründen

Vor einigen Tagen habe ich mich durch ein Gespräch mit meiner Arbeitskollegin wieder an einen Film erinnert, den ich in meiner Kindheit ganz gern gesehen habe: Die Furchtlosen Vier. Es handelt sich dabei um einen eher unbekannten Streifen von Eberhard Junkersdorf und stellt eine moderne Version des Märchens „Die Bremer Stadtmusikanten“ dar. In dem Film treffen Hund, Esel, Katze und Hahn aufeinander und finden heraus, dass sie die Liebe zur Musik verbindet. Zusammen ziehen sie nach Bremen, um ihre Karrieren voranzutreiben. Dort jedoch ist nichts so, wie sie es sich vorgestellt hatten.

Quelle: YouTube-Channel „blackninjaTM009″ (Stand: 02.06.2015)

Ich habe Die Furchtlosen Vier vor vielen Jahren als Kind gesehen und dann völlig vergessen. Als ich mich letzte Woche wieder daran erinnerte, habe ich den Zeichentrickfilm sofort wieder hervorgekramt und gesichtet. Fakt ist: Vieles an dem Film ist völlig anders, als ich es in Erinnerung hatte. Die Mischung aus Zeichentrick und Computeranimationen hat mich verwirrt, die Gesangseinlagen waren nicht so schön wie erwartet und ich habe einige Szenen entdeckt, vor denen ich als Kind eigentlich Angst gehabt haben müsste – schon Buster im Hulk-Modus ist gruselig, ebenso die dicke Eule im Wald. Vermutlich erfolgreich verdrängt. Genau wie den Dämonen unterm Bett.

Interessant war allerdings, dass es sich in dem ganzen Film darum handelte, wie schlecht der Mensch das Tier behandelt. Wie sowohl Haus- als auch Nutztiere misshandelt und auf kleinstem Raum eingepfercht werden. Und wie Menschen die Tiere nur für ihre eigenen Zwecke nutzen. Dieser ganze Sinn ist mir als Kind natürlich niemals aufgefallen.

Insgesamt hat mir der Film gut gefallen, was wohl vor allem an der damit verbundenen Nostalgie liegt – auch wenn er bei weitem nicht mit den damaligen Disney-Filmen mithalten kann. Als ich jedenfalls diesen Streifen beendet hatte und neben der Nostalgie eine leichte Enttäuschung spürte, habe ich mich gefragt, ob es anderen bei solchen Sichtungen genauso geht.

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Wählt einen Kinderfilm aus eurer Kindheit, den ihr in den vergangenen Jahren nicht gesehen habt.

Am besten funktioniert das Ganze natürlich mit einem Streifen, an denen ihr euch nur noch schemenhaft erinnern könnt – der Disneyfilm, den ihr mit Tränen in den Augen jeden Sonntag schaut (jaha, ich weiß Bescheid!), fällt hier also weg.

Schaut euch also den Film an und schreibt dazu eine kurze Review. Gut wäre, wenn ihr folgende Punkte abdeckt:

  1. Hat euch der Film als Erwachsener gefallen?
  2. Habt ihr Dinge entdeckt, die euch als Kind Angst gemacht haben?
  3. Habt ihr den Film als Erwachsener vielleicht besser verstanden bzw. sind euch einige Aspekte jetzt endlich einmal ins Auge gesprungen (bspw. politische/kulturelle Anspielungen wie von Dschinni in Aladdin)?
  4. Würdet ihr den Film anderen Erwachsenen weiterempfehlen?

Ich würde die Deadline für den 30.06.2015 festsetzen. Das gibt auf jeden Fall ausreichend Zeit zur Sichtung und zum Schreiben des Textes – dieser muss auch wirklich nicht lang sein, sondern sollte nur kurz eure Eindrücke zum Film widergeben!

Ich würde mich freuen, wenn einige von euch mitmachen – mich interessiert es zum einen besonders, wie ihr Filme von früher heute wahrnehmt. Zum anderen würde ich gern wissen, welche Filme ihr euch aussucht :)

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