Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

Bis zum Ende der Galaxie: Craigslist Joe

Die wichtigsten Infos

Titel: Craigslist Joe
Genre: Dokumentarfilm
Länge: ca. 90 Minuten
Veröffentlichung: 2012
Online zu finden: Netflix

Worum geht’s?

Was passiert, wenn du keine Freunde, keine Arbeit, kein Zuhause hast? Werden dir andere Menschen helfen? Und können soziale Medien dich dabei unterstützen? Genau dem möchte Filmemacher Joseph Garner im Dokumentarfilm „Craigslist Joe“ nachgehen. Mithilfe der in Amerika weithin bekannten Plattform Craigslist versucht Joseph, einen ganzen Monat durch die Staaten zu reisen – ohne Geld, ohne Essen, ohne Kontakt zur Familie und zu Freunden. Selbst den Kameramann hat er eine Woche vor seinem Aufbruch über Craigslist gefunden. Gemeinsam mit ihm macht er sich auf eine Reise, auf der er die unterschiedlichsten Menschen kennenlernt.

Quelle: YouTube-Channel „MOVIECLIPS Trailers“ (Stand: 28.05.2015)

Was ist meine Meinung?

Nicht nur Amerika, sondern die gesamte Menschheit erlebt tagtäglich gesellschaftliche Tragödien – das beginnt beim „harmlosen“ Mobbing in der Schule und reicht bis zum Massenmord aus fanatischen Gründen. Dazu kommt die Diskussion über das soziale Netzwerk: Haben wir die Fähigkeit verloren, richtig miteinander umzugehen oder bringt uns das Internet näher? Mithilfe seines Experiments versucht Joe herauszufinden, ob die Menschen füreinander da sind und sich gegenseitig aus der Patsche helfen. Und trifft dabei auf faszinierende Menschen. Da gibt es den jungen Mann, der ihm einfach ein Fahrrad leiht, und die irakische Familie, die seit vielen Jahren in Amerika lebt und trotzdem noch rechtsradikale Parolen an den Kopf geworfen bekommt. Da gibt es außerdem die Frau, die gegen Krebs kämpft und die junge Domina. Viele der Menschen, die Joe kennenlernt, teilen ihre Geschichten mit ihm und helfen ihm, wo sie können. Schnell wird auch klar, dass Joe selbst nicht nur versucht, durch Craigslist von A nach B und wieder nach A zu kommen – er gibt den Menschen auch etwas wieder. Sei es das Teilen der Äpfel, die ihm geschenkt wurden, oder das Organisieren von Geschenken für ärmere Kinder. „Craigslist Joe“ ist eine aufregende Dokumentation über eine kleine, inspirierende Reise. Zwar hat mir dieser Dokumentarfilm gefallen, doch bleibt am Ende trotzdem die eine oder andere Frage offen. Wie hätten die Menschen beispielsweise reagiert, wenn die Kamera nicht dabei gewesen wäre? Und inwiefern war die Dokumentation geplant?

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