Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

Männer sind wie Erdbeereis: Roman für zwischendurch

Normalerweise lese ich am liebsten Psychothriller und Krimis, Werke aus dem Fantasy-Genre und schwarz-humorige Romane. Ab und an schafft es auch eine spannende Liebesgeschichte auf meine Leseliste, solange diese nicht zu kitschig ist – „Die Frau des Zeitreisenden“ beispielsweise. Doch manchmal, wirklich nur manchmal lehne ich mich zurück und lass mich von einem Buch genauso berieseln wie von einer seichten Sitcom. Letztens zum Beispiel: Da habe ich mich bei Blogg dein Buch für Männer sind wie Erdbeereis von Mia Voss beworben.

Der Inhalt

Männer sind wie Erdbeereis / © dotbooks

Männer sind wie Erdbeereis / © dotbooks


Conny hat keine Lust mehr auf ihr altes Leben – weder auf ihre Heimat noch auf die Männer. Kurzerhand zieht sie also in eine neue Stadt und beginnt mit einem neuen Job. Den Männern kann sie dort trotzdem nicht ausweichen: Nicht nur ihr Chef sieht zum Anbeißen aus, auch Mr. Grübchen aus dem Supermarkt hat ihr den Kopf verdreht. Und ihre neue Freundin Irene ist da keine große Hilfe; die arbeitet nämlich für eine Escort-Agentur – und hätte Conny am liebsten an ihrer Seite. Aber will Conny das wirklich?

Männer sind wie Erdbeereis – Die Kritik

Mia Voss hat mich mit Männer sind wie Erdbeereis überraschend gut unterhalten – innerhalb von zwei Wochen habe ich das Ebook des dotbooks Verlag durchgelesen. Der Roman ist locker und leicht geschrieben, sodass mir nicht einmal das Lesen am Laptop große Probleme bereitet hat. Leider fehlt dem Buch das Tüpfelchen auf dem I.

Conny und die Männer

Die Geschichte von Conny zu lesen, war für mich ein kleines Gefühle-Wirrwarr: Meist war mir die Protagonistin sympathisch, doch in manchen Momenten konnte ich hinsichtlich ihrer Reaktionen nur den Kopf schütteln. Oft verurteilt sie viel zu schnell, nur um im nächsten Augenblick alles zu überdenken. Auch war ich zeitweise von der Eile in der Geschichte ein wenig überrumpelt: Sowohl bei Connys Eintritt in den Escort-Club als auch am Schluss, als der Roman zum Ende kommen musste. Hier hätte Mia Voss das Ganze eventuell noch etwas durchdachter abschließen können. Insgesamt hat mir Männer sind wie Erdbeereis aber gefallen, zumal hier keine kitschige Liebesgeschichte dargestellt wird.

Der unbeständige Ausdruck

Was mich allerdings besonders gestört, war die sprunghafte Qualität im Ausdruck: Ging es um einen Escort-Termin von Conny, hat Mia Voss die erotischen Szenen mit den elegantesten Adjekten beschrieben. Doch sowohl die Dialoge zwischen ihr und Irene als auch die beschreibenden Sätze dazwischen wirkten manches Mal ideenlos. Großartig fand ich allerdings die ständige Anspielung auf Connys Mutter, die laut der Protagonistin an so gut wie allem Schuld hatte! 😉

Das Fazit

Bei Männer sind wie Erdbeereis fehlt mir des Öfteren die Sympathie für Conny und die Beständigkeit im Ausdruck. Als kleine Auszeit für zwischendurch lohnt sich das humorvolle Buch jedoch allemal!

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