Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

Die Söhne der Wölfin: Viel Lärm um Nichts

Es gibt Bücher, bei denen quälen Leser sich ewig und drei Tage durch die ersten 200 – 300 Seiten – in der Hoffnung, dass die Geschichte irgendwann einmal noch spannend wird. Die Söhne der Wölfin war genau solch ein Buch für mich. Bei Blogg dein Buch hatte ich mich im November für das Werk von dotbooks beworben: Alles in allem klang der Klappentext spannend und zudem bin ich ein großer Fan von historischen Geschichten – normalerweise. Doch Die Söhne der Wölfin empfand ich als so langweilig, dass ich nach etwas mehr als der Hälfte aufgegeben habe.

Inhalt von Die Söhne der Wölfin

Italien, 7. Jahrhundert: Nachdem die junge Priesterin Ilian schwanger wird und behauptet, die Kinder eines Gottes in sich zu tragen, wird sie aus Alba verbannt und dem Latiner Faustulus als Eheweib gegeben. Gemeinsam mit ihm zieht sie in ein verlassenes Dorf, in welchem Ilian ihre Zwillingssöhne gebärt. Doch bald darauf verlässt sie Faustulus, der sich nun ganz allein um Romulus und Remus kümmern muss. Ilian dagegen tritt eine lange Reise an, an deren Ende Rache das Ziel sein soll…

Die Söhne der Wölfin – Die Kritik

Die Söhne der Wölfin / © dotbooks

Die Söhne der Wölfin / © dotbooks


Was im Klappentext so mystisch und interessant klang, entpuppte sich als öde Geschichte. Für mich beginnt das Elend schon mit der Protagonistin: Obwohl ich anfangs noch Mitleid für Ilian empfinden konnte, entwickelt diese sich im Verlauf der Geschichte zu einer relativ unsympathischen und scheinbar skrupellosen Figur. Sie lässt ihre Kinder und ihren Ehemann zurück, um ihre eigenen egoistischen Ziele zu verfolgen. Ich für meinen Teil habe ein großes Problem damit, wenn ich mich mit der Hauptfigur weder identifizieren kann noch sie in irgendeiner Weise ansprechend finde.

Verwirrende Zeitsprünge

Doch da hört es leider noch längst nicht auf: Besonders die Zeitsprünge in der Geschichte machen es schwer, den Ereignissen zu folgen. So reist Ilian beispielsweise nach Ägypten – was genau dort allerdings passiert, bleibt den Lesern verborgen, da das nächste Kapitel mehrere Jahre später erst einsetzt. Durch diesen und ähnliche Zeitsprünge fehlt dem Leser völlig der Überblick über die wichtigsten Ereignisse, sodass er später kein Verständnis für Kultur und Geschichte einiger Länder hat. Auch die Beziehung Ilians zu Ulsna ist für den Leser scheinbar emotionslos, denn er erlebt die beiden Freunde nur selten miteinander.

Fazit zu Die Söhne der Wölfin

Leider wurde Die Söhne der Wölfin den hohen Erwartungen, die der Klappentext geschürt hat, nicht gerecht: Es fehlt sowohl Struktur als auch Herz – das Werk ist absolut nicht zu empfehlen.

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