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Runaway Girl (OT: Hick): Ein Genre-Mix mit Chloë Grace Moretz

Runaway Girl ist einer dieser Filme, der es nur aufgrund der Hauptdarstellerin auf meine Liste geschafft hat – und dort seit 2012 herumlungert. Trotz der eher mittelmäßigen Kritiken habe ich mich endlich getraut, den Roadmovie anzusehen; immerhin können Fans für die bezaubernde Chloë Grace Moretz so einiges auf sich nehmen. Mich hat Runaway Girl allerdings positiv überrascht…

Der Inhalt von Runaway Girl

Das Leben von Luli McMullen (Chloë Grace Moretz) ist ziemlich durcheinander: Ihre Eltern kümmern sich nur selten um sie und Freunde hat sie keine. So verbringt sie ihren 13. Geburtstag in einer Kneipe und zeichnet, während ihre Mutter Tammy (Juliette Lewis) und ihr Vater Nick (Anson Mount) sich betrinken. Als Tammy schließlich mit einem anderen Mann durchbrennt und Nick kurz danach verschwindet, hält auch Luli nichts mehr in Nebraska. Kurzerhand packt sie die wichtigsten Sachen zusammen und macht sich auf in Richtung Las Vegas. Unterwegs trifft sie auf Eddie (Eddie Redmayne), der sie bereitwillig mitnimmt…

Quelle: YouTube-Channel „4DigitalMedia“ (Stand: 03.02.2015)

Runaway Girl – Die Kritik

Eigentlich hatte ich von Runaway Girl einen angenehmen, vielleicht sogar humorvollen Roadmovie erwartet – die erste Stunde des Films lebt auch von diesem Thema, doch dann erfolgt solch eine überraschende Wendung, dass Runaway Girl auch in die Genres Drama und Thriller einsortiert werden kann. Diese Mischung ist gewöhnungsbedürftig und mag nicht jedem gefallen, ich allerdings war begeistert davon. Zwar zieht sich die Handlung an manchen Stellen ein wenig, sodass der Streifen keineswegs als Meisterwerk gelten kann, sondern nur als sehr guter Independent-Film. Doch gerade die Hintergrundmusik, die im passenden Country-Musik-Stil gehalten ist, und die vorherrschende Atmosphäre haben mich von Beginn an an Runaway Girl gefesselt.

Grandiose Darstellerkunst

Das wichtigste bei diesem Roadmovie sind allerdings die Darsteller – allen voran Chloë Grace Moretz. Die junge Schauspielerin war zum Zeitpunkt des Films gerade einmal 13 Jahre alt und hat die meiner Meinung nach beste Performance ihrer ganzen Karriere abgegeben. Sie vereint die Leichtigkeit und die Verletzlichkeit eines weiblichen Teens, hat aber gleichzeitig eine solch großes Mundwerk, dass sie jeden einzelnen Erwachsenen in den Schatten stellt. Ähnlich begeistern konnte mich auch Eddie Redmayne: Der Schauspieler war mir schon im Film „Black Death“ aufgefallen, hatte meine komplette Aufmerksamkeit aber erst durch „My Week With Marylin“ erlangt. Auch in Runaway Girl hat Eddie Redmayne eine überragende Leistung abgegeben. Während er von der ersten Minute an sowohl unheimlich sympathisch als auch überaus sensibel wirkte, war es überraschend, als ich erkannte, wie gut er die Zuschauer zum Narren hat halten können. Neben den beiden Hauptdarstellern konnten auch Blake Lively und Alec Baldwin überzeugen – gerade ersterer muss ich ihre Darbietung hoch anrechnen, da ich aufgrund ihrer Rolle in „Gossip Girl“ eher skeptisch gegenüber stand.

Fazit zu Runaway Girl

Runaway Girl ist großartig: Der Film hat unheimlich viel Herz und geht das Risiko ein, zu experimentieren – mich hat er von seiner Qualität überzeugt, sodass ich ihn mir bestimmt noch einmal ansehen werde!

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