Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

Blutrote Rosen: Ein Thriller ohne Spannung

Vor kurzem habe ich euch „Blogg dein Buch“ vorgestellt – eine Webseite, bei der ihr Rezensionsexemplare anfordern, lesen und schließlich rezensieren könnt. Mein erstes Buch, ein E-Book, habe ich nun beendet. Und muss zugeben, froh zu sein, dass noch ein anderes, weitaus spannenderes Exemplar auf meine Aufmerksamkeit wartet. Denn was sich hinter dem Titel „Blutrote Rosen“ von Ria Wallmann versteckt, hat meine Erwartungen leider nicht einmal annähernd erfüllt.

Inhalt

Die Psychologin Dr. Nora Jacobi ist auf einen besonders gefährlichen Bereich spezialisiert: Sie therapiert Stalker und Stalkingopfer. Als ungeschlagene Expertin auf ihrem Gebiet unterstützt sie nun die Bielefelder Polizei bei der Suche nach einem Serienmörder. Zwei junge Frauen wurden ermordet aufgefunden, beide hatten vorher eine Anzeige wegen Stalkings gegen einen Unbekannten aufgegeben. Nora muss das Profil des Täters erstellen, um der Polizei wichtige Anhaltspunkte zu liefern. Allerdings kann sie sich kaum auf ihre Arbeit konzentrieren: Die Leitung des Falls hat Leonard Engel übernommen – der Mann, den sie vor 10 Jahren verlassen hat, für den sie jedoch noch immer Gefühle hegt. Für Nora beginnt so eine stürmische Zeit, in der sie selbst sich allzu oft in Gefahr begibt…

Kritik

„Blutrote Rosen“ aus dem dotbooks-Verlag fängt mit einem spannenden Prolog an, der den Leser neugierig auf die folgenden Kapitel werden lässt. Doch was als Erotikthriller bezeichnet wird, entpuppt sich als Erotikroman mit schwachen Krimielementen. Die Spannung des Anfangs flacht schon über die ersten Kapitel ab und bietet schlussendlich auch keinen Überraschungseffekt ob der Enthüllung des Serienmörders, den aufmerksame Leser schon drei Kapitel vorher entlarven kann.

Die Erotik

Das Positive vorweg: Die Erotik in „Blutrote Rosen“ kommt keinesfalls zu kurz – stets findet Wallmann einen Weg, die aktuelle Situation in eine eindeutige Richtung zu lenken. Ihre Sprache wirkt dabei manchmal etwas blumig, aber gerade dieser Aspekt hat mir besonders gut gefallen. Gestört hat mich allerdings des Öfteren, wie die Autorin ihre Kapitel entwickelte – als wollte sie das Geschehen krampfhaft in eine sexuelle Richtung schieben. So wirken einige Szenen leider wenig authentisch und zu gewollt; alles in allem lässt sich die Erotik des Werkes jedoch genießen.

Der Thriller

Leider findet aufgrund all der Sexszenen die Spannung, die einen Thriller normalerweise ausmacht, keinen richtigen Tiefgang. Während sich die Beziehungen der einzelnen Figuren stetig weiterentwickeln, scheint der Handlungsstrang um den Stalker und Serienmörder wie eine Nebensache. Nur selten habe ich beim Lesen neugierig darauf gewartet, was als nächstes passiert. Darüber hinaus wirkt der Kriminalfall wie einer unter Tausenden – man hat das alles schon einmal gelesen und ist nicht verwundert über die sich entwickelnde Handlung und den Höhepunkt der Geschichte.

Fazit

Als reiner Erotikroman würde „Blutrote Rosen“ wunderbar funktionieren – für einen Erotikthriller fehlen jedoch eine originelle Idee sowie eine schaurig-schöne Atmosphäre.

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