Ende September hatte ich euch den Tipp gegeben, am 3.10. die Dokufiktion Heldensohn zu sehen. Nun bin ich selbst endlich dazu gekommen, mir das Format anzuschauen und wollte euch das kurze Fazit geben, welches beim letzten Mal aus genannten Gründen ausfallen musste. Ab geht’s!

Was halte ich davon?
Klar, im ersten Moment scheint die ganze Superhelden-Geschichte ein bisschen weit hergeholt – aber der Zuschauer sollte stets im Hinterkopf behalten, dass es sich um eine Dokufiktion handelt. Insofern passt die Geschichte der Superhelden-Familie ziemlich gut auf das angesprochene Thema: Wie entwickelt sich eine Vater-Sohn-Beziehung in Hinblick auf den älter werdenden Sohn? Anfangs ist der Papa für jeden Jungen der Superheld, welcher die Monster unter dem Bett bekämpft und ihm beibringt, wie man sich gegen böse Kinder wehrt. Doch je älter der Sohn wird, desto mehr wird aus ihm ein eigenständiger Sohn und ein eigener Superheld. Dazu kommt, mit fortschreitendem Zeitalter, auch die sich verändernde Kultur und die Sicht der Gesellschaft. Hier macht Heldensohn es richtig und zeigt sowohl den Konflikt, der mit den verschiedenen Generationen einhergeht, als auch die Gedanken und Emotionen beider Seiten.
Heldensohn stellt diese Thematik in einem humorvollen und ebenso informativen Rahmen dar, lädt Experten ein und lässt Vater und Sohn ihre Gedanken offenlegen. Darüber hinaus urteilt die Dokufiktion nicht – sie respektiert die Entwicklung und das sich ändernde Weltbild des Sohnes, obwohl sich dieser von seinem Vater entfernt. Sie stellt aber auch klar, mit welchen inneren Konflikten der Vater dadurch zu kämpfen hat.