Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

Bis zum Ende der Galaxie – Free To Play: The Movie

Die wichtigsten Infos
Titel: Free to Play: The Movie
Genre: Reportage
Länge: ca.75 Minuten
Online zu finden: Auf der Homepage

Worum geht’s?
Dota ist eines der bekanntesten Online-Games weltweit – tausende Spieler aus den verschiedensten Ländern beschäftigen sich täglich mit dem Strategiespiel. 2011 wurde auf der Gamescom in Köln ein Meilenstein gesetzt: Zum ersten Mal konnten professionelle Teams am The International teilnehmen und einen Gewinn von 1 Million US-Dollar einkassieren. Der Dokumentarfilm Free To Play: The Movie stellt drei Profi-Gamer vor und begleitet sie von Tag 1 des Turniers bis zum Finale. Hierbei werden nicht nur The International und die Gaming-Strategien der Spieler gezeigt; es wird auch porträtiert, was die jungen Talente aufgeben und wie ihr Leben sie bisher geprägt hat.

Was halte ich davon?
Ich war natürlich schon von der Idee dieser Dokumentation begeistert: Endlich werden Gamer nicht als pickelige Jungs mit Mamakomplex dargestellt, sondern junge Menschen gezeigt, die genauso sind wie jeder andere. Sie wollen sich ihren Traum erfüllen und mit ihrer Leidenschaft Geld verdienen – wollen wir das nicht alle? Leider haftet Videospielen noch immer ein negatives Image an, sodass professionelle Spieler, die sich eine ganze Karriere aufbauen und davon leben können, nicht ganz ernst genommen werden. Da mögen die Generationen vor uns, die uns stets anstoßen, doch etwas Vernünftiges zu lernen, nicht ganz unschuldig sein.

Nichtsdestotrotz gehen diese jungen Menschen ihren Weg und hoffen darauf, einmal die weltweit besten Spieler zu sein. Schön ist, dass diese Dokumentation sich nicht nur auf das Dota-Turnier und die Entwicklung von Videospielen beschränkt, sondern auch auf die drei Spieler, die begleitet werden, intensiver eingeht: Sie zeigt die Familienumstände, lässt Familie und Freunde zu Wort kommen und deutet zudem darauf hin, welche Opfer Menschen bringen müssen, die ihren Traum verwirklichen wollen. Darüber hinaus hat sich zumindest bei mir das Gefühl eingestellt, dass ich das Gesprochene und die Impressionen auch für meine eigenen Lebenswünsche nutzen kann – denn jeder von uns hat eine Leidenschaft, die er ausleben möchte.

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