Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

The Name of the Wind: Das faszinierende Leben des Magiers Kvothe

Es gibt drei Arten von Büchern: Solche, bei denen man sich durch die ersten 15 Seiten quält und sie dann aus der Hand legt. Solche, die man komplett durchliest und ganz nett findet. Und solche, die einen mit dem ersten Wort fesseln und bis zum letzten Wort nicht mehr loslassen. The Name of the Wind gehört für mich zur letzten Kategorie – schon die ersten Sätze haben mich fasziniert und ich kann es kaum erwarten, den zweiten Teil der Killer-Chroniken zu lesen!

Inhalt

© Klett-Cotta - "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss

© Klett-Cotta – „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss

Kote ist Gastwirt in einem kleinen Dorf, welches seit kurzem von spinnenartigen Dämonen angegriffen wird, welche Skraels genannt werden. Während Kote des Nachts heimlich die Wesen bekämpft, rettet er dabei einem Schreiber, der sich selbst „Chronicler“ nennt, das Leben. Chronicler erkennt in dem rothaarigen Gastwirt den legendären Helden Kvothe, welcher durch Musik und Magie sehr berühmt geworden sein soll – Kvothe geht mit dem Schreiber daraufhin ein Deal ein: Chronicler hat drei Tage Zeit, die Lebensgeschichte des jungen Mannes aufzuschreiben; eine Geschichte voll Liebe und Hass, voll Rache und Schmerz, voll Magie und Musik…

Kritik

Patrick Rothfuss vereint in seinem Erstlingswerk mehrere beeindruckende Qualitäten: Allen voran ist es die Erzählweise, die mich so fasziniert hat. Dem Leser wird Kvothes Lebensgeschichte näher gebracht, indem Kvothe sie seinen Zuhörern erläutert – ein interessanter Rahmen, auf den in verschiedenen Kapiteln stets zurückgegriffen und der nie außer Acht gelassen wird.

Die detailreichen Charaktere

Doch sind es auch die ausgeprägten Charaktere, die das Buch zu einem Abenteuer machen. So wird die Hauptfigur zwar als unheimlich intelligenter und fast mysteriöser junger Mann dargestellt, der jedoch durchaus auch deutliche Züge von Arroganz, jugendlicher Leichtsinnigkeit und Torheit zeigen kann – doch genau das macht ihn erst zu einer authentischen Figur.

Mit einer ähnlichen Balance aus guten und schlechten Eigenschaften wird auch den anderen wichtigen Charakteren des Werks Glaubwürdigkeit geschenkt – so werden dem Leser sowohl Freunde von Kvothe als auch die Meister an der Universität mit angenehmen und ungeliebten Merkmalen ausgestattet. Einzig Ambrose, ein Student an der Universität bei Imre, scheint von Kapitel zu Kapitel immer rachsüchtiger und widerwärtiger zu werden.

Der fesselnde Inhalt des Werks

The Name of the Wind stellt den ersten Teil der Killer-Chroniken dar – insgesamt wird es drei Teile geben, wobei jeder Teil einem Tag gewidmet ist. Dabei interessiert mich besonders die Geschichte zwischen Kvothe und Denna, welche schon zu Beginn und sogar im Klappentext hervorgehoben wird; in The Name of the Wind werden hierfür die ersten Bausteine gelegt – zwar fast gänzlich ohne Romantik, dennoch umso fantastischer. Doch auch die brutale Geschichte um die mysteriösen Wesen der Chandrian – hinter welcher deutlich mehr zu stecken scheint, als die Leser im Erstlingswerk erfahren – fesselt mich an dieses grandiose Buch von Patrick Rothfuss.

Fazit

The Name of the Wind kann ich den Fantasyliebhabern unter euch nur wärmstens empfehlen – mich hat die Geschichte von der allerersten Seite an fasziniert. Allerdings gebe ich euch den Tipp, das Werk im Original zu lesen, da ich nicht weiß, wie gut die deutsche Übersetzung ist.

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