Pieces of Emotion

Bücherwurm, Serienfreak & Schreiberling

Die Buchwelt im Visier: Walter Moers

Gelesene Bücher

– Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär (1999)
– Ensel und Krete (2000)
– Der Fönig (2002)
– Rumo & Die Wunder im Dunkeln (2003)
– Die Stadt der Träumenden Bücher (2004)

5 Fakten

– ist ein deutscher Autor und Illustrator
– gilt als öffentlichkeitsscheu
– brachte sich selbst das Zeichnen bei
– veröffentlicht seit 1984 seine Werke
– hat den allseits bekannten Käpt’n Blaubär geschaffen

Seine Karriere

© Goldmann Verlag - Walter Moers' "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär"

© Goldmann Verlag – Walter Moers‘ „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“


Vom Leben Walter Moers‘ ist leider nicht allzu viel bekannt – dies liegt daran, dass der Autor nur selten Interviews gibt und sich sonst sehr aus der Öffentlichkeit zurückzieht. Was wir allerdings wissen, ist, dass er nach der Schulzeit eine kaufmännische Ausbildung aufgenommen und nebenbei das Zeichnen gelernt hat. Ab 1984 begann er, seine Comics in Satirezeitschriften zu veröffentlichen, bis er schließlich 1988 die erste Geschichte mit Käpt’n Blaubär als Protagonist publizierte.

Seitdem tauchte der Blaubär immer öfter im Fernsehen und in kleineren Geschichten für Kinder auf, bis er schließlich regelmäßig in der Sendung mit der Maus zu sehen war. Mit seinem ersten Zamonienroman Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär erzählt Moers von der Geburt und dem Leben des jungen Bären, welcher den fiktiven Kontinent Zamonien entdeckt. Mit weiteren Werken wie Rumo & Die Wunder im Dunkeln oder Die Stadt der Träumenden Bücher lässt der Autor seine Leser immer weiter in die Geschichten des fantastischen Kontinents eintauchen.

Den Nicht-Zamonien-Kennern ist Moers vor allem durch Das kleine Arschloch und Adolf, die Nazi-Sau bekannt – beide Werke sind als Satire gemeint, wobei ersteres den Alltag und ein wenig auch den ewigen Streit zwischen den Generationen auf die Schippe nimmt und letzteres sich mit Adolf Hitler auseinandersetzt.

Meine Meinung

Walter Moers zähle ich zu den besten Autoren unserer Zeit – mit seinen Zamonien-Romanen hat er mein Herz erobert. Käpt’n Blaubär habe ich schon als kleines Kind lieben gelernt, denn am Ende des sonntäglichen Formats Die Sendung mit der Maus durfte der alte Bär seinen drei Enkeln und Hein Blöd allerlei Seemansgarn auftischen. Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär ist davon allerdings weit entfernt, denn hier erzählt Moers uns, wie der Blaubär sprechen und laufen gelernt und wie er die jüngeren Jahre seines Lebens verbracht hat. Mein liebstes Kapitel ist dabei das dritte, in welchem der Protagonist Bekanntschaft mit den Tratschwellen macht – so gut hat mich selten ein Buch unterhalten!

© Goldmann Verlag - Walter Moers' "Der Fönig"

© Goldmann Verlag – Walter Moers‘ „Der Fönig“

Auch von Rumo & Die Wunder im Dunkeln war ich unheimlich begeistert – hier trifft man auf alte Bekannte aus Zamonien und lernt den Kontinent noch etwas besser kennen. Darüber hinaus darf der Leser sich auf eine packende Reise mit dem kleinen Wolpertinger Rumo machen, auf welcher die Mischung aus Brutalität und Liebe mehrere spannende Momente zu bieten hat. Das Schöne an den Zamonien-Romanen ist allerdings nicht nur die ulkig-ironische Schreibweise Moers‘, sondern auch die großartigen Illustrationen, die der Autor alle selbst angefertigt hat.

Wer eine fantastische Reise auf einen Kontinent voller mystischer Geheimnisse unternehmen möchte und mit Ironie und Satire umzugehen weiß, der sollte unbedingt die Zamonien-Romane zur Hand nehmen!

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